Deutschland, die Irrenanstalt

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Deutschland, die Irrenanstalt

28. Juni 2017 - 23:12
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Während die Türkei gegenwärtig mit der Aufarbeitung des Putsches beschäftigt ist, die Ergüsse einer Gay-Pride-Politik über sich ergehen lassen muss, verwundert einen fahrenden Marsch für Gerechtigkeit mit verfolgt, beschäftigt sich Deutschland mit einem Cum-Ex-Haushaltsloch mit der Ehe für alle, Leibwächtern, besoffenen Polizisten und zwischendurch mit der DITIB.

Deutschland, die Irrenanstalt

Kommentar / TP - Konservativ, national, radikal, faschistisch ist man, wenn nur der andere die absolute freie Wahl hat, darüber zu befinden, was richtig ist und was nicht. Das haben die Türken in Deutschland inzwischen mehrheitlich begriffen. Nur die Deutschen scheinen sich da damit schwer zu tun, weil die Börsennachrichten über Schinken-Preise seit der Abschaffung der guten alten D-Mark fluktuieren.

Sehr schnell verändert sich auch die Meinung über Terrorismus. Man muss wissen, der Begriff ist in Deutschland politisch wie medial urheberrechtlich geschützt. Medien und die Politik haben die Deutungshoheit, machen aus der verhassten PKK schlicht und einfach eine Arbeiterpartei, auch wenn diese Partei manchmal die deutsche Staatsgewalt nicht immer ernst nimmt, im Ausland erst recht nicht. Als Türke braucht man den Begriff mit der PKK nicht erst in Verbindung zu bringen, erst gar nicht erwähnen, sonst landet man recht schnell in der rassistisch-nationalistischen Schublade, weil man es gewagt hat zwischen Kurden und PKK zu unterscheiden. Denn, ohne amtlichen Befähigungsnachweis läuft in Deutschland nichts, Außer, man ist selbsternannter Integrations-, Türkei-, Islam- oder Terrorismus-Experte. Davon gibt es mittlerweile mehr als Türken weltweit.

Die Deutschen haben mit Terrorismus weniger zu tun und das ist auch gut so. So lange es am Hindukusch verfolgt wird, ist es eigentlich egal, wer da den Löffel abgibt, auch wenn es deutsche Bundeswehrsoldaten sind. Das Phänomen tritt seit längerem in Erscheinung. Als in Kunduz die ersten massiven Terroranschläge die Bundeswehr tödlich trafen, traf Klose mehrmals das gegnerische Tor. Die Medien beschäftigte zuallererst, was die in Afghanistan eingesetzten Bundeswehrsoldaten von der WM 2006 halten. Die Antwort fiel eher nüchtern aus: "ähh, ja, freue mich für die Elf."

Soweit sind die Türken noch nicht. Geradezu martialistisch erhoben sie die Stimme in bundesdeutschen Städten, gegen Terror und Gewalt. Solidarität konnten sie jedoch nicht erwarten, höchstens Spott und Häme. Nur wenige Monate später versuchte sich eine Liberale, mit dem gleichen Ergebnis. Der Türke vergisst eben nicht, auch nicht seine Opfer im Kampf gegen Terrorismus.

Jeder tote türkische Soldat, Gendarm, Polizist oder Lehrer wird um ein Vielfaches ersetzt, sagen die Deutschen über die geburtsfreudigen türkischen Kopftuchfrauen. Die werden mittlerweile im Reinigungssektor von kopftuchlosen Schwarzafrikanerinnen ersetzt und müssen Arztinnen, Professorinnen oder Lehrerinnen werden. Das schmeckt aber Berlin nicht, denn das Kopftuch schränkt ja die Freiheit ein, also werden die Kopftuchträgerinnen von ihrem Selbstbestimmungsrecht befreit.

Befreit werden im syrischen Bürgerkrieg und im golfkriegs-geschädigten Irak Muslime, Christen oder Yeziden von ihren Köpfen. Die sogenannten Kopfabschneider haben es bei ihrer Rückkehr nach Deutschland schwer, sich von den heimisch gebliebenen "Islamisten" und "Dschihadisten" hervorzuheben. Die Deutschen sehen inzwischen in allem was einen Bart oder Burka trägt, "Islamisten" und "Dschihadisten", während die Kopfabschneider als Drogendealer, ehemalige Kuffar und Schwerstkriminelle durch das Raster fallen. Die Kopfabschneider selbst sind darüber nicht gerade erfreut, einerseits als V-Mann oder Informant die Bart- und Burka-Szene zu beobachten, andererseits mitanzusehen, wie die Szene in Medien und Politik als "Gefährder" betrachtet und von der Politik Terrorismus-Pakete geschnürt werden. Jeder Kopfabschneider wäre selbstverständlich in seinem Stolz getroffen, so wie Amri.

Schwer hatten es die Ermittler in der Döner-Mordserie auch. Um die Mafia-Strukturen zu durchleuchten, blendete man einfach die rechte Szene aus - man spricht dabei von "auf dem rechten Auge blind." Bei einem Griechen zu acht Türken musste man einfach davon ausgehen, dass das Bosporus-Kartell zugeschlagen hat, denn eine Česká CZ 83 - Kaliber 7,65 mm Browning ist die Standard-Bewaffnung, das gemeine Rad und ein urdeutsches Wohnmobil das Fortbewegungsmittel der Türken schlechthin. Spätestens jetzt würden alle Türken überlegen, ob sie lachen oder weinen sollten, angesichts der ihnen zugeschriebenen deutschen Automobil-Marken Ford, BMW oder Mercedes.

Entsprechend gründlich bearbeitete man die Angehörigen der Mordopfer, dann die meisten Augenzeugen, die nur noch stumme Zeugen ihrer eigenen Selbstverbrennung, Suizidierung oder Verunfallung geworden sind. Das Papier war auch nichts wert, auf dem etwas geschrieben stand, weshalb es geschreddert im Recyclinghof landete und dass was nicht geschreddert werden konnte, liegt jetzt vermutlich in irgendeinem geheimen Bergwerk, weil die exakt berechnete politische Halbwertszeit ganze 117 Jahre beträgt.

So lange glaubt die bundesdeutsche Politik, werden die Türken in Deutschland vermutlich nicht angekommen sein und dass man ihnen bis dahin solche brisanten Informationen vorenthalten muss. Bis dahin aber dürfen wir uns auf mindestens weitere 100 Jahre Integrations-, Migrations-, Islam-, DITIB- und andere -Debatten freuen. Zum Glück will Erdogan die Türkei bis ins Jahr 2023 zu einer Industrienation erheben, womit wir Türken etwas entlastet werden. Ansonsten müssen wir Türken die Langzeit-Assimilisierung noch lange eine Ewigkeit verhindern und werden allesamt kriminalisiert sein und schließlich aus dem Grab ausgeschafft.

Kriminell schwergewichtig betrachtet man ja derzeit schon ein stehendes Fahrzeug in einer verkehrsberuhigten Zone am Sonntag mit rund 250 Gaffern, auch wenn trotz der Ordnungswidrigkeit ein 38-tonner mühelos quer hindurch donnern könnte.  

Weniger Aufhebens macht man da bei Kulturveranstaltungen der besonderen Art, bei der Flaschen- und Steinewerfen zum rituellen Auftakt gehört, die Organisatoren sich zu Opfern stilisieren und die Ordnungsmacht durch die Politik regelmäßig zur Schlachtbank geführt wird.

Des Deutschen und Türken liebstes Auto soll auch ausgeschlachtet, bis 2030 emissionsfrei werden, fordert Cem Özdemir. Özdemir hat die Energie, seine eigene Masse und die über seine Parteigrenzen hinaus zu bewegen. Nur bei seinen eigenen Pappenheimern, da will die Energie nicht so recht ankommen, eigentlich auch nicht in seiner Partei. Die Türken kennen ihren Pappenheimer Özdemir und die Partei aber auch. Erst mit einem boliden wie dem A8 bis kurz vor Wahlkampftermin vorfahren, dann auf Hybrid umsteigen... Das geht nun mal gar nicht!

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