Türkei: PKK erleidet schwere Verluste

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Türkei: PKK erleidet schwere Verluste

29. Mai 2017 - 23:20
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Das türkische Militär hat bei Operationen im Osten der Türkei sowie im Nordirak am vergangenem Sonntag mehr als 23 PKK-Terroristen getötet. Die PKK meldete den "Verlust" von 11 YJA STAR Mitgliedern, darunter auch die ehemalige rechte Hand, Nuran Ekinci.

PKK: Murat Karayilan und Nuran Ekinci

Ankara / TP - Die Terrororganisation PKK erleidet immer weitere herbe Rückschläge und kann dabei ihre Verluste nicht mehr ausgleichen. Am Sonntag meldete der türkische Generalstab, dass die Operationen im Südosten des Landes sowie in den Kandil- und Kato-Gebirge im Nordirak erfolgreich verliefen, mehr als 23 PKK-Terroristen innerhalb der letzten 24 Stunden getötet wurden. Bei den Einsätzen in der Vorwoche wurde in Bitlis auch die weibliche Blackbox der PKK getötet.

Die Operationen im Südosten des Landes, vor allem in den Provinzen Van und Bitlis wurden durch Luftangriffe eingeleitet. Kampfhubschrauber und Kampfjets bombardierten mehrere Verstecke der PKK in den Gebirgen in der Provinz Van und Bitlis. Ausserdem erfolgten zeitnah im Nordirak Luftangriffe auf Stellungen der PKK in den Kandil- und Kato-Gebirge. Dabei sollen laut offizieller Mitteilung des türkischen Generalstabs mehr als 23 PKK-Terroristen unschädlich gemacht worden sein.

Am Montag meldeten türkische Medien, dass die Blackbox der PKK, Nuran Ekici aka “Jinda Özgür”, Amfang vergangener Woche bei Operationen in Bitlis getötet wurde. Die ehemalige rechte Hand des in Imrali inhaftierten PKK-Terrorchefs Abdullah Öcalan und bis zuletzt als Leibwächterin des Oberkommandeurs der Hêzên Parastina Gel (Volksverteidigungskräfte) Murat Karayilan´s tätig, wurde den Informationen zufolge in der Provinz Bitlis bei Gefechten getötet. Derzeit herrscht in den Höhenlagen von Bitlis noch immer der Winter, weshalb vermutet wird, dass die Terroreinheit, bestehend aus mehrere Terroristen, ins anatolische Becken vorstoßen wollte und dabei die extremen Wetterverhältnisse in Kauf nahm um den Sicherheitskorridor zu umgehen. 

Die PKK-nahe kurdische Nachrichtenagentur ANF meldete am Sonntag, dass die YJA STAR insgesamt 11 Verluste hatte, darunter auch Nuran Ekinci. Ekinci nahm als 17-jährige 1993 bei der Terrororganisation PKK teil, wurde dann die rechte Hand des auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftierten Terrorchefs Abdullah Öcalan. Nach der Verhaftung Öcalans 1999 wurde Ekinci Leibwächterin des PKK-Gründungsmitglieds Murat Karayilan.

Die türkischen Sicherheitskräfte haben seit Monaten der PKK derart zugesetzt, dass die PKK sogar die Elite ins Land schickt, um die Rekrutierung von Terroristen zu beschleunigen, da derzeit in der Türkei kaum mehr Fälle gemeldet werden, wo Kinder oder Jugendliche aus dem Elternhaus entrissen und entführt werden. In den letzten Monaten sollen lediglich 6 Fälle registriert worden sein, melden türkische Sicherheitskreise. Es wird auch davon ausgegangen, dass die PKK ihre letzten verbliebenen Terrorzellen in der Türkei mobilisieren bzw. Abweichler auf Linie bringen will und daher auch Nuran Ekinci beauftragt hat, in die Türkei einzusickern, damit sie die desolate Lage sondiert.

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