DITIB verurteilt tendenziöses BILD-Bericht

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DITIB verurteilt tendenziöses BILD-Bericht

29. Dezember 2018 - 21:55
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Die DITIB-Zentrale in Köln hat eine Schlagzeile der BILD-Online scharf verurteilt. Sie droht nun mit rechtlichen Konsequenzen und fordert den Presserat auf, die BILD zu ermahnen.

Screenshot BILD - DITIB verurteilt tendenziöses BILD-Bericht

Köln / TP - Mit der Schlagzeile "Wie Terror-Geld Moscheen in Deutschland finanziert" und einem Bild von der DITIB Zentralmoschee in Köln, hat die BILD-Online Redaktion für Empörung unter der türkischen Community gesorgt. Nun reagiert auch der Zentralverband der DITIB in Köln nach zahlreichen von Türken vorgebrachten Beschwerden auf die tendenziöse Berichterstattung und droht mit rechtlichen Konsequenzen.

Der Online-Bericht der BILD von Freitag sorgte bereits kurz nach Erscheinen für heftige Kritik. In sozialen Medien wurde der Bezug zwischen dem Titelbild und der Schlagzeile kritisiert, man forderte darin den Verband der Türkisch Islamischen Union energisch auf, die tendenziösen Berichte scharf zu verurteilen und rechtlich endlich zu unterbinden.

Namhafte Persönlichkeiten innerhalb der türkischen Community forderten die DITIB gar auf, gegen sämtliche Berichte oder Meinungen, die der DITIB bzw. deren Gemeinden unterstellen, Gelder aus dem Ausland zu erhalten oder gegen die verfassungsgemäße Ordnung zu agieren, juristisch vorzugehen und dem ein Riegel vorzuschieben.

Offenbar hat der Druck die Kölner Zentrale dazu bewogen, in einer ersten Stellungnahme die BILD-Online öffentlich zu rügen und ihr juristisch zu drohen, sofern man den Bericht nicht abändere. Darin fordert man die BILD auf, die "Falschdarstellung" zu korrigieren und in der selben Aufmachung auf "prominenten Ort" richtig zu stellen. Ferner will man den Fall dem Presserat vorlegen und hat angekündigt, juristische Schritte gegen die BILD einzuleiten.

Der Schritt der DITIB wird derzeit von der türkischen Community begrüßt. Viele sprechen von Hetze gegen die DITIB und Volksverhetzung, die von der BILD vorneweg betrieben werde.

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