17 Menschen sterben bei Unfall mit dem Bus der Schlepper

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17 Menschen sterben bei Unfall mit dem Bus der Schlepper

30. März 2018 - 14:20
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Im Osten der Türkei sind 17 Flüchtlinge aus Pakistan, Afghanistan und dem Iran getötet worden, als der Kleinbus einer Schlepper-Orgarnisation verunfallte.

17 Menschen sterben bei Unfall mit dem Bus der Schlepper

Insgesamt 60 bis 70 Menschen waren nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu mit zwei Kleinbussen zwischen den Orten Igdir und Kars im äußersten Osten der Türkei unterwegs, als eines beiden Fahrzeuge von der Strasse abkam und gegen einen Laternenpfahl prallte. Dabei ging der Kleinbus, der eigentlich nur über 14 Plätze verfügt, in Flammen auf und brannte vollständig aus. 

Nach ersten Ermittlungen der Polizei waren in dem verunfallten Kleinbus jedoch rund 50 Menschen unterwegs, während sich in dem zweiten Bus "nur" 13 Personen befanden. Bei beiden Fahrzeugen handelte es sich mutmaßlich um die Kleinbusse einer Schlepperorganisation aus dem Iran, von wo beide Busse in die Türkei gekommen waren. 

Die Überlebenden des in den Unfall verwickelten Bus wurden, zum Teil verletzt, in mehrere Krankenhäuser in der Umgebung gebracht. Die 13 Insassen des zweiten Kleinbusses, der nicht direkt in den Unfall verwickelt war, wurden in Abschiebehaft genommen, da es sich bei allen Passagieren der beiden Kleinbusse um illegal eingereiste Flüchtlinge aus Pakistan, Afghanistan und dem Iran handelt. 

Die zuständige türkische Staatsanwaltschaft leitete einerseitsErmittlungen zur Klärung der Unfallursache ein, ermittelt aber andererseits auch dazu, wie die beiden Kleinbusse aus dem Iran, darunter eben auch das vollkommen überbesetzte und dann verunfallte Fahtzeug, unbeschadet die Grenze zur Türkei überschreiten konnte. 

Unbestätigt seitens der ermittelnden Behörden sind jedoch angebliche Aussagen von Insassen des zweiten Busses, wonach sich die Fahrer beider Fahrzeuge, mutmaßliche Angehörige der entsprechenden iranischen Schlepperorgarnisation, mit den beiden Kleinbussen nicht nur die illegalen Flüchtlinge transportiert, sondern ein illegales Rennen geliefert hätten. 

Dabei habe der Fahrer des zweiten Kleinbusses das verunfallte und überbesetzte Fahrzeug, wohl unbeabsichtigt oder mit Vorsatz, gerammt oder bei einem versuchten Überholvorgang zumindest gestreift, wie einer der Insassen des zweiten Fahrzeugs unbestätigten Medienberichten zufolge erklärt haben soll. 
 

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