PKK: "Werden Gewalt auf Europas Straßen tragen"

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PKK: "Werden Gewalt auf Europas Straßen tragen"

31. März 2018 - 02:22
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Interessengesteuerte Berichterstattung bei Focus Online vom 25.03.2018.

PKK: "Werden Gewalt auf Europas Straßen tragen"

Kommentar - Bei objektiver Betrachtungsweise der deutschen Leitmedien ist eine altbekannte Form der Suggestion in Bezug auf sensible Themen, wie aktuell die Berichterstattung über die Türkei respektive den türkischen Staatspräsidenten, nicht aus der Hand zu weisen.

Man bedient sich elementarer Beeinflussungstaktiken, um anschließend die emotional geladenen Leser bzw. den wissensbegierigen oder hasserfüllten Fernsehzuschauer in die gewünschte Meinungsbildung zu bewegen. Ob dabei unsere demokratische Grundordnung oder der soziale Frieden nachhaltig gestört werden, wird keinerlei Beachtung geschenkt. In der Konsequenz werden dabei mutwillig die Gemüter der mündigen und aufgeklärten Betrachter erzürnt. 

Wie perfide und hinterlistig die Medien dabei vorgehen, kann man anhand der Berichterstattung über die PKK konstatieren. Eine mordende Terrororganisation, die in den letzten Monaten Lehrer, Kinder, Bauarbeiter und Rentner kaltblütig niederstreckt hat, ist in den deutschen Leitmedien nicht einer Nachricht wert; noch nicht einmal wird es als Randnotiz erwähnt, da man sonst den Mythos des Freiheitskämpfers und der Arbeiterpartei nicht aufrecht halten kann. 

Das Bild über die PKK, was die deutschen Medien projizieren, zeugt von Ignoranz der Realitäten, grenzt schon an Zynismus und an Wahrheitsbeugung. 

Pathetisch werden PKK Veranstaltungen als Kulturfestivals verharmlost. Die Glaubwürdigkeit der deutschen Medien liegt am Boden. Ferner wird der Kampf der türkischen Regierung gegen die PKK als Kampf gegen die kurdische Zivilbevölkerung pervertiert. Diese Überschrift: „Erdogan bekämpft die Kurden, Erdogan bombardiert die Kurden“ ist der plakative Aufhänger, um Stimmung gegen die türkische Republik zu erzeugen und alle unbedarften Kurden und bewusst fehlgeleiteten deutschen Mitbürger durch propagandistische Instrumentalisierung gegen die türkische Community zu hetzen.   

Wie eindimensional und parteiergreifend die deutschen Leitmedien berichten, zeigt sich auch daran, wie viel Zeit und Raum man den PKK Anhängern als Plattform in den Medien zur Verfügung stellt. Die kaltblütige Ermordung eines 15-Jährigen durch die PKK wird mit keiner Silbe erwähnt, aber für Falschmeldungen und PKK-Propaganda, die als Friedensbotschaft verkündet wird, wird viel Raum und Zeit eingeräumt. 

Diese systematische Indoktrination durch Journalisten, die ihren Beruf nicht als unabhängige Aufklärer verstehen, sondern als interessengeleitete Übermittler der vorgefertigten Informationen ausüben, gewinnt in Deutschland durch diverse Machtpolitiker an Bedeutung und manifestiert sich in das öffentliche Bewusstsein.

Im Zeitalter des Postfaktischen spielt die Wahrheit für die Journalisten keine Rolle mehr. Der mediale Krieg greift um sich und wir befinden uns als fehlgesteuerte Masse mittendrin. 

„Wahrheit ist nicht, was man sieht, sondern Wahrheit ist, was man sehen soll.“ Gewalttätige Täter werden medial reingewaschen und unschuldige Opfer werden zu Tätern deklariert.

Exemplarisch für diese manipulative Beeinflussung dient z.B. die Berichterstattung von Focus Online vom 25.03.2018. Schon die Überschrift: „Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor neuen Anschlägen durch kurdische Aktivisten“ demonstriert eindrucksvoll die Verharmlosung respektive Pervertierung einer Terrororganisation zu einer Friedensbewegung und ihre Anhänger zu kurdischen Friedensaktivisten.

Ferner wird die Jugendorganisation der PKK, die Apoistische Jugend, die zur Zerstörung der europäischen Innenstädte aufruft, auf deutschen Flughäfen Schalter besetzt und Fluggäste nachweislich physisch traktiert, mit der Bezeichnung „Kurdische Initiative“ tituliert und bewusst verharmlost. Auch wird der Tatsache keinerlei Beachtung geschenkt, dass diese Aktionen gegen bestehende deutsche Gesetze verstoßen und eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. 

Weiteres Beispiel bei Focus Online: „APO“ ist der Spitzname des in türkischer Haft sitzenden legendären PKK-Gründers Abdullah Öcalan“. Ein Massenmörder und der Vorsitzender der in Deutschland doch eigentlich verbotenen Terrororganisation PKK, wird mit der Bezeichnung „legendär“, was eine positive Assoziation beim Leser hervorruft, alles andere als negativ konnotiert.  

Pikanterweise vertraut der Autor dieses Textes noch nicht einmal seinen eigenen Recherchen, wie folgendes Beispiel es verdeutlicht: „So sollen militante Jugendkader… nach Informationen von Focus Online. Der Satzanfang beginnt mit einem Konjunktiv „sollen“ und bezieht sich dabei auf die Informationen von Focus Online. In der Regel kommen Konjunktive dieser Art zur Geltung, wenn eine Aussage von Dritten getätigt wird und nicht vom Autor verifiziert werden kann. Nur Autor und Dritter sind in diesem Fall in Personalunion Focus Online! 

Hier hat sich der Autor selbst ein klassisches Eigentor geschossen.

Mörder, Hetzer, Brandstifter und Gesetzesbrecher werden von Focus Online reingewaschen und gesetzestreu operierende Organisationen wie die UETD, die sich in den letzten Jahren immer wieder öffentlichkeitswirksam für Frieden und Völkerverständigung eingesetzt haben, werden als „Türkische Nationalisten“ diffamiert und medial in ein schlechtes Licht gestellt.

Die Verharmlosung der gewalttätigen PKK und die Dämonisierung der in Deutschland lebenden friedvollen Türken/Kurden ziehen sich wie ein roter Faden durch diesen Text, der auch noch bewusst mit Falschinformation geziert wird. Laut Focus Online wären bisher Anschläge auf hiesige Büros von Parteien ausgeblieben. In Wahrheit wurde am 26.01.2018 in Hamburg das Büro der SPD Opfer einer Farb-Attacke und des Weiteren kam es auch zu zwei Anschlägen auf ein SPD Büro in Leipzig. 

Dieser Beitrag zeigt uns erneut eindrucksvoll die ganze Schwäche des Qualitätsjournalismus in Deutschland im Jahre 2018 und der damit verbundene Verlust an Glaubwürdigkeit der Mainstream Medien!  

M. Teyfik Oezcan
Freier Journalist

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C

die verantwortlichen wissen sehr wohl wie sie die pkk einzuschätzen haben, schliesslich arbeiten sie jahrzehntelang mit diesen terroristen zusammen. wer glaubt mit beschwichtigungen und warnungen die haltung des westens vor allem deutschlands zu ändern oder zu beeinflussen der irrt gewaltig. die politik vor allem die aussenpolitik hier hat zu funktionieren, da geht es um interessen nicht um menschen oder menschenrechte. das sagen sie sogar in ihren eigenen talkshows. 

wenn also kommunikation nicht hilft muss man die selben waffen einsetzen, die deutschland benutzt. menschen beeinflussen, manipulieren, massen mobilisieren, sogar gesellschaften spalten. ihr könnt davon ausgehen, dass deutschland, die atlantikbrücke sich nicht davor scheut die türkei zu spalten oder in bürgerkriegsähnliche situationen zu stürzen. der überfall auf den irak, der über 1 millionen menschen den tot brachte sollte doch wirklich jedem noch so gutgläubigen menschen davon überzeugt haben. diese ermordeten menschen werden doch mit keiner silbe erwähnt. 

deutschland wird sich erst ändern, wenn die beschaffenheit der bevölkerung sich ändert, es müssen mehr türkeifreundliche menschen hierher. d.h. es müssen mehr moslems nach deutschland. übrigens, irgenwann werden auch die kurden erkennen, dass sie wie ein maultier benutzt wurden.