CDU - Die Schlacht im deutschen "Tiefenstaat" beginnt!

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CDU - Die Schlacht im deutschen "Tiefenstaat" beginnt!

01. November 2018 - 20:06
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Friedrich Merz oder die Weggefährten von Angela Merkel, wer wird am Ende der großen Schlacht im deutschen Tiefenstaat das Rennen um den Vorsitz der CDU machen?

CDU - Die Schlacht im deutschen "Tiefenstaat" beginnt!

Kommentar - Die Operation begann spätestens nach der Bundestagswahl 2017. Genauer gesagt, nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und der FDP ("Jamaika"). Die Spätzle-Connection aus Schäuble (CDU) sowie Kretschmann und Özdemir (Grüne) hatten schon alles eingefädelt. Kanzlerin Merkel machte deutlich, dass sie "Jamaika" als neuen Anstrich für die alte Fassade begrüßt.

Da bekam Christian Lindner (FDP) scheinbar einen Eifersuchtsanfall, tobte und fluchte. Die schon als sicher betrachtete Jamaika-Koalition platzte. Lindner ging sogar soweit, eine Regierungskoalition mit Merkel kategorisch auszuschließen. Ohne einen Wink aus dem Lager der christdemokratischen Merkel-Kritiker hätte Lindner das Maul sicher nicht so weit aufgerissen.

Overmind der innerparteilichen Merkel-Kritiker ist Merz. Vielleicht hat er schon im Herbst/Winter 2017 darauf spekuliert, dass eine Neuauflage der "GroKo" nicht zustande kommt und Merkel zurücktritt. Bei den Merkel-Treuen innerhalb der CDU und der SPD wird man den Braten gerochen haben. Obwohl die SPD nach der Wahlblamage eine Neuauflage der Großen Koalition (CDU/SPD) ablehnte, kam es dann doch dazu. Eine schwache und unbeliebte Regierung ist das Ergebnis. Sowohl Merkel als auch die SPD werden seitdem klar angezählt. Die Merz/Lindner-Clique waren nun in der Offensive.

Ob Seehofer bewusst das trojanische Pferd für die Merz/Lindner-Clique spielte ist zwar nicht genau ersichtlich, doch Seehofers Ausfälle gegen Merkel spielten der Merz/Lindner-Clique ebenfalls in die Hände.

Klar ist auch, dass Merkel wichtige Ressorts wie das Innenministerium (Seehofer) und damit den Innlandsgeheimdienst (Maaßen) an ihre innerparteilichen Gegner verloren hatte. Parallel dazu startete die Springer(stiefel)-Presse eine aggressive Kampagne gegen die Regierungskoalition aus CDU/SPD. Merkel sollte sturmreif geschossen werden.

Zuletzt wurde kurz vor der bayrischen Landtagswahl auch Merkels Position als CDU-Vorsitzende in Frage gestellt. Nach den katastrophalen Verlusten bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen, verkündete Merkel schließlich ihren Verzicht auf den Chefsessel der CDU.

Das Merkel den strategisch wichtigen Posten des CDU-Vorsitzes kampflos an ihre innerparteilichen Gegner abgibt, sollte trotzdem nicht erwartet werden. Wer CDU-Vorsitzender ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nächster Kanzlerkandidat der Union, bestimmt sicher über den nächsten Kanzlerkandidat hinaus.

Merz könnte als Parteichef entweder selbst Kanzlerkandidat werden oder jemanden in seinem Sinne dazu verhelfen. Im Gespräch ist bspw. Gesundheitsminister Jens Spahn. Merkels Favoritin dagegen scheint momentan Annegret Kramp-Karrenbauer zu sein.

Merz ist ein Meister der Konspiration. Als Necon und neoliberaler Extremist verfügt er über viele einflussreiche Verbindungen. Transatlantische und wirtschaftliche Netzwerke stehen hinter ihm. Genau die Netzwerke also, die auch Merkel ins Kanzleramt brachten.

Aber auch genau diese Netzwerke könnten Merz jetzt zum Verhängnis werden. Verlorene transatlantische Kriege, die Finanzkrise und schließlich der Handelskrieg mit dem großen transatlantischen Bruder, haben die politischen Dispositionen grundlegend verändert.

Diesen Schwachpunkt von Merz hat unter anderem DIE ZEIT in einem Artikel präzise zusammengefasst.

 

Türkischer Frühling

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