So ist die deutsche Doppelmoral!

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

So ist die deutsche Doppelmoral!

01. November 2018 - 22:00
Kategorie:
0 Kommentare

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Annette Widmann-Mauz (CDU) will mit Migrantenverbänden künftig nur noch dann reden, wenn diese mindestens eine gleichberechtigte weibliche Vertreterin mitbringen. Ein nicht durchdachter Plan, der im Eigentor endet, findet der Deutsch-Türkische Akademiker e.V..

Annette Widmann-Mauz CDU Parteitag 2014 by Olaf Kosinsky

Kommentar - Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Annette Widmann-Mauz (CDU) will mit Migrantenverbänden, vor allem mit muslimischen Verbänden, künftig nur noch dann reden, wenn diese mindestens eine gleichberechtigte weibliche Vertreterin mitbringen.

Es ist nicht so, dass es bei den muslimischen Verbänden keine Frauen gebe, die Positionen kleiden. Hier wird von Widmann-Mauz eine überlegene hiesige Dominanzkultur zelebriert, die es so gar nicht gibt. Die Integrationsbeauftragte untersteht dem Innenministerium und das Innenministerium ist frei von Frauen, jungen Menschen und das was man Migranten nennt. 

Darüber hinaus führt Ihr oberster Dienstherr - Horst Seehofer (CSU) - gerade Koalitionsgespräche mit den freien Wählern. Was sieht man bei den Koalitionsgesprächen derzeit nicht? Frauen, junge Menschen und Migranten! Diversity oder Gleichberechtigung? Der größte türkisch-muslimische Verband hat in Ihrer Satzung verankert, dass ein Mitglied des Vorstands eine Frau sein muss. Darüber hinaus gibt es eine Frauenbeauftragte im Vorstand, die mit allen Befugnissen ausgestattet ist. Das nennt man hier ja hinlänglich bekannt als "Frauenqoute"!

Darüber hinaus brauchen Türkischstämmige ganz sicher keine Belehrungen in Sachen Diversity. In der Türkei gab es lange lange vor Merkel eine türkische Premier- und eine Frauenministerin. Frauen führten den Vorsitz des Parlaments an. Auch bei der letzten Wahl gab es eine weibliche Kandidatin für das höchste Amt der Türkei. Dagegen hat sich im Bundestag im Wahljahr 2017 der Anteil von Frauen im Vergleich zu 2013 deutlich verringert. Von den insgesamt 709 Angeordneten waren 2017 gerade mal 246 Frauen - in der Türkei sind von 596 Abgeordneten 104 Frauen. Auch in der Kommunalpolitik sieht es nicht besser aus. In Städten liegt der Anteil der Frauen derzeit bei rund 9 Prozent. 2008 waren es noch ca. 18 Prozent - in der Türkei liegt der Anteil im Vergleich dazu bei etwa 7 Prozent.

Vielleicht sollte man einfach Gespräche mit der "Integrationsbeauftragte" gänzlich meiden. Was sollte das auch bringen? Da kann man auch gleich mit der AfD sinnlose Gespräche über Rassismus führen.

Deutsch-Türkische Akademiker e.V.

weitere Informationen zum Artikel
Netzfund: