Erdogan kritisiert den IWF und die Weltbank

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

Erdogan kritisiert den IWF und die Weltbank

03. November 2016 - 00:57
Kategorie:
0 Kommentare

Der türkische Präsident hat während der Eröffnungsrede des Türkei-Afrika Ökonomie- und Wirtschaftsforums in Istanbul, den Internationalen Währungsfonds sowie die Weltbank kritisiert. Erdogan verteidigte auch die Flüchtlingspolitik und warf den Europäern vor, selbst nicht die elementarsten Rechte der Flüchtlinge anzuerkennen, der Türkei aber vorschreiben zu wollen, wie sie zu handeln habe.

Erdogan kritisiert den IWF und die Weltbank

Istanbul / TP - Präsident Erdogan, der am vergangenem Mittwoch mit einer Rede das 2-tägige Türkei-Afrika Ökonomie- und Wirtschaftsforum eröffnete, griff die Flüchtlingspolitik der EU auf. Dabei verurteilte Erdogan die Doppelmoral des europäischen Kontinents, die einerseits Konflikte in Afrika schüre und danach Überlegungen treffe, wie man daraus Kapital schlage. Andererseits baue man dann die Mauern immer höher, wenn die leidtragenden Menschen Europa ansteuern würden, so Erdogan.

"Einerseits ökonomisch Afrika bir zur chronischen Verarmung ausnutzen, andererseits die vor Armut und Krisen fliehenden Menschen im Mittelmeer, in der Ägäis ertrinken lassen und dabei kein Wort verlieren. Danach nutzt man in der Manier eines Ausbeuters auch das Kind Aylan, verwendet das Bild auf den Titelseiten..." sagte Erdogan dahingehend.

Von einer neuen Form von Sklaverei und Kolonialismus sprach der türkische Präsident Erdogan, womit er auf die Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank an Entwicklungsländer hinwies.

"Da will man seine Wirtschaft weiterentwickeln, und als einziger Weg werden einem die Kredite des IWF, der Weltbank und anderer Banken mit Zinsen angeboten. Eine solche Globalisierung ist ein neues Modell von Kolonialismus und Sklaverei“, sagte Erdogan weiter.

Kredite würden vergeben, sofern die Wirtschaft, die Industrie, das politische System und die Menschen durch "Fesseln" entmündigt seien. Gleichzeitig warf Erdogan dem Westen vor, die Konflikte im Nahen Osten und in Afrika weiter zu schüren und dabei ihre eigenen ökonomischen Ziele zu verfolgen. Am Ende würde man dann die Türen vor den Flüchtlingen verschließen, die den Preis dafür zu zahlen hätten.

weitere Informationen zum Artikel