Iran-Sanktionen: Türkei in der Ausnahme-Liste

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Iran-Sanktionen: Türkei in der Ausnahme-Liste

03. November 2018 - 00:05
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Die USA werden acht Länder von den Sanktionen des Iran ausnehmen. US-Außenminister Pompeo erklärte, bei den Sanktionen gegen den Iran durch die Vereinigten Staaten werde man eine Ausnahmeregelung für 8 Länder anwenden, die Europäische Union sei nicht dabei. Der türkische Energie- und Naturressourcenminister Fatih Dönmez erklärte am späten Freitag, dass die Türkei zu diesen acht Ländern gehöre. 

Iran-Sanktionen: Türkei in der Ausnahme-Liste

Ankara / NEX / TP - Die USA werden acht Länder von den Sanktionen des Iran ausnehmen. US-Außenminister Mike Pompeo kündigte an, bei den Sanktionen gegen den Iran eine Ausnahmeregelung für 8 Länder anzuwenden. Die Europäische Union ist demnach nicht dabei, weitere Details jedoch auch nicht bekannt. Der türkische Energie- und Naturressourcenminister Fatih Dönmez erklärte am späten Freitagnachmittag, dass die Türkei zu diesen acht Ländern gehöre. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Neufassung der US-Sanktionen gegen den Iran um die „strengsten Strafmaßnahmen in der Geschichte“ des Landes.

Die USA hatten sich im Mai aus dem Atomdeal mit dem Iran zurückgezogen. Als Grund für die Sanktionen nennt Washington angebliche „terroristische und feindselige Aktivitäten“ des Iran. Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Russland und China wollen das Abkommen mit dem Iran jedoch aufrechterhalten. Von den angekündigten Sanktionen sollen acht Länder zunächst ausgenommen werden. Die EU sei nicht dabei, sagte Pompeo am Freitag. Der türkische Energie- und Naturressourcenminister Fatih Dönmez sagte am späten Freitag, dass die Türkei zu diesen acht Ländern gehöre, die von den Sanktionen ausgenommen werden.

„Ich möchte meine Freude darüber zum Ausdruck bringen. Wir haben immer gesagt, dass solche Sanktionen negative Auswirkungen auf Frieden, Stabilität und Wirtschaft in Nachbarländern wie der Türkei haben können, und wir haben diese Realität in den Gesprächen mit US-Vertretern klargemacht“, sagte Dönmez. Der Minister fügte hinzu, dass sie bei den Gesprächen auch die Bedeutung des Gas- und Ölhandels mit den Nachbarländern für die Versorgungssicherheit der Türkei betont hätten.

Die Türkei importiert fast die Hälfte ihres Erdölbedarfs aus dem benachbarten Iran. Das Land importiert auch Öl über Pipelines aus dem Irak und Aserbaidschan. Die geografische Nähe und stabile Transportwege erleichtern den Ölhandel zwischen Ankara und Teheran. Türkischen Medienberichten zufolge, erwartet man eine Ausnahmeregelung der bereits begonnenen Sanktionen für den türkischen Energiekonzern Tüpraş. Unter den acht Ländern, die von den Sanktionsbestimmungen ausgenommen werden, sollen China, Japan, Indien und Südkorea sein.

„Nun ist klar, dass das, was wir während dieser Gespräche gesagt haben, irgendwann akzeptiert wurde. Ich denke, dass dieses Ergebnis zu Frieden und Stabilität in der Region beitragen wird. Die uns vorliegenden Informationen zeigen, dass die Türkei zu diesen acht Ländern gehört, aber wir haben noch keine weiteren Details erhalten. Ich kann jedoch sagen, dass diese Entscheidung erfreulich ist“, erklärte Dönmez weiter.
 

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