• Spitzenjournalismus im TV in Fakten und Zahlen. In Worten: Das gestrige TV-Duell war einseitig, tendenziös und beeinflussend!
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  • Das Marionettenduell - Gute Nacht Deutschland!

Das Marionettenduell - Gute Nacht Deutschland!

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Das Marionettenduell - Gute Nacht Deutschland!

04. September 2017 - 18:52
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Herausforderer Martin Schulz (SPD) haben sich am Sonntagabend ihr erstes und einziges Rededuell im deutschen Fernsehen geliefert - drei Wochen vor der Bundestagswahl.

Das TV-Duell: Merkel gegen Schulz zur Bundestagswahlkampf 2017

Kommentar M. Teyfik Oezcan / TP - Das gestrige Marionettenduell war ein Armutszeugnis für Deutschland. Erdogan, Türkei, Islam, Ditib, Flüchtlinge und Migration waren die Hauptthemen. Und wer kümmert sich um die wirklichen Probleme in Deutschland?

Wenn eine Bundeskanzlerin nach 55 Jahren immer noch den Terminus "Gastarbeiter" für politische Zwecke aus der Populismus-Schublade rausholt, zeigt das, dass sie geistig immer noch in der Vergangenheit lebt. Wie sollen Politiker, deren innere Uhr vor 20 Jahren stehen geblieben ist, Antworten geben auf heutige existenzielle Fragen und wie gedenken sie die Zukunft zu gestalten?

Der Begriff Türkei-Bashing-Wettkampf hatte gestern seine Sternstunde und gehört ab sofort in jeden Geschichtsunterricht.
Das war Populismus in Reinkultur. Für jeden angehenden Nachwuchspolitiker ist es eine Pflichtlektüre.

Politiker sollten Vorbild sein, mit Rückgrat vorangehen und sollten nicht zum Wortführer des Stammtisches mutieren.

Die politische Landschaft ist in Deutschland leider auf das Niveau der CSU und der AfD gesunken.

Gute Nacht Deutschland!

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A

Die Beziehung Deutschlands und der EU zur Türkei ist durchaus ein Thema von weltpolitischer Bedeutung. Und natürlich bekommen die deutsche Bundesregierung und die Führungen von CDU/CSU, FDP und SPD auf direktem Weg (also leider kaum über die seltsam 'gleich' hetzenden deutschen Massenmedien, sondern dafür im direkten Feedback) massive Kritik von mitdenkenden deutschen Wählern und auch von deutschen Wirtschaftsvertretern dafür, wie derzeit das Türkei-Thema absichtlich an die Wand gefahren wird. Umso mehr wird die Propaganda hochgefahren, um 'unerwünschte' Diskussionen gar nicht aufkommen zu lassen. Das ist für Deutsche ziemlich neu und ziemlich schockierend, da es wirklich ein Bruch mit der bisher geduldigen und rationalen - und erfolgreichen -.deutschen Außenpolitik nach dem 2. Weltkrieg (und nach der verheerenden Nazidiktatur) ist. Man kann sagen, die Bundesrepublik Deutschland läuft derzeit Gefahr, mit wichtigen eigenen Werten zu brechen.

Wenn man wirklich und erfolgversprechend Einfluss auf die Politik in der Türkei nehmen will, etwa für mehr Pressefreiheit und bessere rechtsstaatliche Verfahren, kann man jedenfalls sicher nicht dafür sein, die EU-Beitrittsverhandlungen abzubrechen. Die Verhandlungen geben der EU ein Mittel, Einfluss auf die Türkei zu nehmen, und da gab es auch schon Meilensteine, etwa die Abschaffung der Todesstrafe. Wer hetzerisch propagiert, das fallenzulassen, ist weder für die EU noch für westliche Politik in der Türkei.