Zypern befürchtet Eroberung der gesamten Insel

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Zypern befürchtet Eroberung der gesamten Insel

06. Januar 2010 - 19:03
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Zum Neujahr übergab die griechisch-zyprische Nationalgarde dem Präsidenten der Republik Zypern ein Memorandum, die es in sich hat.

In den Bemühungen der zyprischen Regierung, eine Lösung der Zypernfrage durch die Entmilitarisierung der Insel anzustreben, sieht die zyprische Armee eine Gefahr aufkommen. Auf das Schärfste kritisierte die griechisch-zyprische Nationalgarde die Bemühungen der Regierung, heist es in der North Cyprus Times.

Generalleutnant Petros Tsalikidis teilte mit einem Memorandum mit, dass bei bestimmten Vorraussetzungen die Türkei versuchen werde, die gesamte Insel einzunehmen. „Unsere Aufgabe ist es, den Supermächten Atillas (damit ist die Türkei gemeint) genügend militärische Abschreckung entgegen zu stellen, wofür die Armee auch hervorragend vorbereiten ist“, so Tsalikidis. Die Ansicht des Generalleutnants teilen dem Memorandum zufolge auch weitere hohe Offiziere der der südzyprischen Nationalgarde.

Erzbischof Chrysostomos hatte am 3. Januar ähnliche Befürchtungen zum Ausdruck gebracht. Das Oberhaupt der zyprisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Chrysostomos II., forderte die Rückführung der in Zypern lebenden türkeistämmigen Menschen nach Anatolien. Andernfalls werde die Insel nach der Vereinigung in 20 bis 25 Jahren vollständig türkisiert. Ebenso behauptete Chrysostomos, dass es in Nordzypern über 300.000 türkeistämmige Staatsbürger der Türkischen Republik Nordzypern gebe. „Es ist bekannt, dass jede Türkin ein Dutzend Kinder gebärt. Sie haben bereits den Norden unseres Vaterlandes türkisiert. Sie werden, vielleicht sogar schon in 20 Jahren, das gleiche auch hier bei uns tun“, erklärte das geistige Oberhaupt der Zyperngriechen in einem Interview. Des Weiteren behauptete er, die jetzigen Lösungspläne von den Verhandlungsführern Christofias und Talat seien schlimmer als der Annan-Friedensplan. Außerdem habe der Präsident der Zyperntürken keine Entscheidungsbefugnis und „tanze lediglich nach der Pfeife Ankaras“.

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