Wahlen: Im Ausland lebende Türken gehen ab morgen an die Urnen

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Wahlen: Im Ausland lebende Türken gehen ab morgen an die Urnen

06. Juni 2018 - 21:01
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Am 24. Juni finden in der Türkei die vorgezogenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, doch schon von Donnerstag an können türkische Wähler im Ausland ihre Stimme abgeben.

Wahlen: Im Ausland lebende Türken gehen ab morgen an die Urnen

Ankara / TP - Am 24. Juni finden in der Türkei die vorgezogenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, doch schon von Donnerstag an können türkische Wähler im Ausland ihre Stimme abgeben.

Nach Angaben der türkischen Wahlkommission sind knapp über drei Millionen Türken im Ausland stimmberechtigt, davon allein 1,445 Millionen in Deutschland. Wie bei früheren Abstimmungen können sie in den türkischen Konsulaten ihre Stimme abgeben oder in speziell eingerichteten Wahllokalen. 

In der Bundesrepublik gibt es 13 Konsulate, in denen Türken ihre Stimme abgeben können. Da die Konsulate in Essen, Hannover, München, Stuttgart und Nürnberg nicht über geeignete Räumlichkeiten verfügen, haben sie außerhalb Wahllokale eingerichtet. Die Stimme kann in den Konsulaten oder den speziell eingerichteten Wahllokalen zwischen 9 und 21 Uhr abgegeben werden. Hier stehen die Adressen der Wahllokale sowie Konsulate, in denen die Stimme abgegeben werden kann.

Wahlberechtigt ist, wer bei der zuständigen Auslandsvertretung als Wähler registriert ist. Wer nicht sicher ist, ob er wahlberechtigt ist, kann hier eine Online-Abfrage starten. Die Möglichkeit zur Briefwahl gibt es gemäß dem türkischen Gesetz nicht. Wer nicht registriert ist, kann aber ab morgen bis zum 24. Juni an den türkischen Landesgrenzen (Häfen, Flughäfen oder Landesgrenze) seine Stimme abgeben.

In Dänemark und Luxemburg öffnen die Wahllokale am Samstag, während in Belgien, der Schweiz und den Niederlanden erst vom 15. Juni an gewählt werden kann. Einen Tag danach können die Türken in Großbritannien ihre Stimme abgeben. Die Wahl endet im Ausland am 19. Juni.

Zur Wahl stehen nach vielen Jahren zum ersten Mal die Präsidentschaftskandidaten und auch politische Bündnisse. Für kleinere Parteien sind politische Bündnisse (genannt "Ittifak") die einzige Möglichkeit, die Zehn-Prozent-Hürde zu überwinden, um ins Parlament zu kommen und Abgeordnete zu stellen. Deshalb ist die MHP auf das Bündnisangebot der AKP eingegangen, nennt sich "Cumhur Ittifaki" und die CHP hat sich mit der IYI-Partei sowie der Saadet-Partei unter dem Namen "Millet Ittifaki" zusammengeschlossen. Im Alleingang versuchen es die HDP, die Vatan-Partei sowie die Hüda-Par.

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