USA setzen Belohnung für PKK-Führer aus

Lesezeit
2 Minuten
Gelesen zu

USA setzen Belohnung für PKK-Führer aus

06. November 2018 - 21:55
Kategorie:
0 Kommentare

Für Informationen, die zur Ergreifung von Top-Terroristen der PKK führen, hat die USA Belohnungen in Millionenhöhe ausgesetzt.

USA setzen Belohnung für PKK-Führer aus

Washington / TP - Der Unterstaatssekretär des US-amerikanischen Außenministeriums, Matthew Palmer, hat in Ankara erklärt, dass die Vereinigten Staaten für Informationen die zur Ergreifung von drei PKK-Führern führen, Belohnung in Millionenhöhe ausgesetzt hat. Dabei handelt es sich zunächst um die drei Führer der Terrororganisation PKK, Murat Karayilan, Cemil Bayik und Duran Kalkan.

Demnach haben die Vereinigten Staaten für Informationen über den Aufenthaltsort und Verbleib oder Informationen die zur Ergreifung der drei PKK-Führer führen, mehrere Millionen US-Dollar Kopfgeld ausgesetzt. Nach Angaben des Unterstaatssekretärs des US-Außenministeriums Matthew Palmer, der sich derzeit zu Gesprächen in Ankara aufhält, sind bis zu 5 Millionen US-Dollar (4,4 Millionen Euro) Belohnung ausgesetzt worden. Palmer erklärte, dass die Belohnungen für "Informationen, die zur Ergreifung oder zum Standort" von Murat Karayilan, Cemil Bayik und Duran Kalkan führen, vom US-Außenministerium genehmigt worden sind.

Ankara hat sich nach ersten Medienberichten in der Türkei, über die Aussetzung der Belohnung hoch erfreut gezeigt. Lange Zeit hatte Ankara darauf hingearbeitet, dass die Verbündeten im Kampf gegen Terrorismus auch die PKK stärker verfolgen und eine härtere Gangart einlegen. Zwar gilt auch für die USA die PKK als Terrororganisation, aber noch immer unterstützt man unter anderem ihren syrischen Ableger die YPG/YPJ im syrischen Bürgerkrieg.

Nach ersten Erkenntnissen beläuft sich die Belohnung für Karayilan auf bis zu 5 Millionen US-Dollar, gefolgt mit 4 Millionen US-Dollar für Bayik und 3 Millionen US-Dollar für Kalkan.

Die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und der Türkei lagen bis zur Entlassung des seit zwei Jahren inhaftierten US-Pastors Andrew Brunson auf dem Nullpunkt. Gegenseitige Sanktionen drohten die Gräben weiter zu vertiefen. Brunson wurde jedoch im Oktober freigelassen. Seither bemühen sich die Länder wieder, die Beziehungen auf einen normalen Level anzuheben.

"Die Vereinigten Staaten schätzen den gemeinsamen Anti-Terror-Kampf mit dem NATO-Verbündeten Türkei", sagte Palmer und fügte hinzu, dass die Belohnungen im Rahmen des "Rewards for Justice" vom Ministerium abgesegnet wurde. "Rewards for Justice" ist das Antiterror-Programm des diplomatischen Sicherheitsdienstes des US-Außenministeriums. Im offiziellen Twitter-Account unter "Rewards for Justice" veröffentlichte das US-Außenministerium Bilder der drei PKK-Führer unter der Überschrift "Belohnung für Informationen". Darin wird auch Wohnortwechsel sowie Vertraulichkeit zugesichert.

Das Programm "Rewards for Justice" wird vom Außenministerium verfolgt und hat das Ziel, internationale Terroristen vor Gericht zu stellen und internationale Terrorakte gegen US-amerikanische Personen oder Eigentum zu verhindern. Im Rahmen dieses Programms kann der Staatssekretär Belohnungen für Informationen genehmigen, die zur Festnahme oder Verurteilung von Personen führen, die internationale terroristische Handlungen gegen US-Personen oder Eigentum planen, begehen oder unterstützen, wodurch solche Handlungen überhaupt verhindert werden.

Karayilan und Bayik gelten als De-facto-Führer der PKK, nachdem die Türkei 1999 ihren Gründer und Führer Abdullah Öcalan festgenommen und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt hatte. Öcalan sitzt auf einer Gefängnisinsel vor Istanbul die lebenslange Haftstrafe ab. Experten glauben, dass Karayilan und Bayik sich in der abgelegenen Gebirgsregion Kandil im Nordirak aufhalten, wo die PKK einen Stützpunkt unterhält. Das Gebirge ist im Dreiländereck Türkei-Iran-Irak ein berüchtigtes PKK-Terrornest.

weitere Informationen zum Artikel
Netzfund: