Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

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Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

06. Dezember 2017 - 19:59
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US-Präsident Donald Trump hat in einer Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels bekannt gegeben. In Istanbul und Ankara finden derzeit Demonstrationen vor US-Vertretungen statt.

Proteste in Istanbul und Ankara gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels

Washington / TP - US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung zur Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem im Weißen Haus bekannt gegeben. Er erklärte in einer Pressekonferenz, dass die USA damit Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen und bezeichnete dies als "lange überfälligen Schritt", um den Friedensprozess im Nahen Osten voranzubringen.

Der Umzug soll nach Trumps Angaben sofort beginnen. Entsprechende Absichten hatte er bereits im US-Wahlkampf formuliert. "Natürlich" werde dieser Schritt Ablehnung und Dissens hervorrufen, sagte Trump in seiner Rede. Er beendete seine Stellungnahme mit den Worten "Gott segne Sie, Gott segne Israel, die Palästinenser und die Vereinigten Staaten".

Unterdessen finden in der Türkei Demonstrationen gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels statt. In Istanbul und Ankara versammeln sich zur Stunde Zehntausende vor den US-Vertretungen. In einigen anderen europäischen Hauptstädten werden Demonstrationen angekündigt, darunter in Paris und London.

Das türkische Außenministerium verurteilte die Anerkennung in einer ersten scharf. Netanyahu begrüßte Trumps Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt. Der Premierminister erklärte, dass jedes Friedensabkommen mit den Palästinensern Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel einschließen müsse. Er bekräftigte, dass sich der Status der heiligen Stätten der Stadt nicht ändern wird. Netanjahu lobte US-Präsident Donald Trumps offizielle Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und nannte den heutigen Mittwoch einen "historischen Tag".

Das Auswärtige Amt in Berlin aktualisierte bereits ihre Reisehinweise. Darin heißt es, man schließe in den nächsten Tagen nicht aus, dass in Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gazastreifen zu Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt. Mehrere palästinensische Gruppierungen haben ab Mittwoch an zu drei "Tagen des Zorns" aufgerufen. 

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