Gasfeld Zypern: 6. US-Flotte zum Schutz vor der Türkei

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Gasfeld Zypern: 6. US-Flotte zum Schutz vor der Türkei

07. März 2018 - 12:19
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Der Sprecher von Staatspräsident Erdogan, Ibrahim Kalin, hat Informationen bestätigt, dass die 6. US-Flotte zum Schutz einer US-amerikanischen Forschungsbohrplattform sich in Richtung Zypern bewegt. Kalin erklärte während einer Pressekonferenz, dass die Türkei die Rechte Nordzyperns weiterhin wahren werde.

Gasfeld Zypern: 6. US-Flotte zum Schutz vor der Türkei

Ankara / TP - Der Sprecher von Staatspräsident Erdogan, Ibrahim Kalin, hat Informationen bestätigt, dass die 6. US-Flotte zum Schutz einer US-amerikanischen Forschungsbohrplattform sich in Richtung Zypern bewegt. Kalin erklärte während einer Pressekonferenz, dass die Türkei die Seerechte Nordzyperns weiterhin wahren werde. Im vergangenem Monat hatte die türkische Marine die von Italien gechartete Forschungsbohrplattform "Saipem" vor Zypern abgedrängt.

Laut US-amerikanischen Quellen nehmen u.a. das Angrifsschiff "USS Iwo Jima" und drei weitere Kriegsschiffe, die derzeit im Mittelmeer verkehren, fahrt auf, um die Bohrplattform "Ozean Rig" sowie das Schiff "Med Surveyor" des US-amerikanischen Mineralölkonzern ExxonMobil zu begleiten, die am Montag oder Dienstag vor Zypern erwartet werden. Die Ölbohrplattform wurde vom staatlichen italienischen Mineralölkonzern ENI beauftragt, vor der Küste Zyperns nach Erdgasvorkommen zu bohren. 

Die Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland, Zypern sowie Italien um die großen Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer südöstlich und nördlich der zyprischen Insel konnten bislang nicht abgebaut werden. Obwohl die Türkei als Schutzmacht Nordzyperns Griechenland sowie Zypern aufforderte, die Seerechte Nordzyperns zu achten sowie die türkisch-zypriotische Regierung bei den Planungen miteinzubeziehen, erkennt Griechenland und Zypern die Seerechte Nordzyperns nicht an. Brüssel war nach dem Eklat im Mittelmeer schnell auf der Seite Zyperns, das 2004 trotz eines Konflikts und entgegen der EU-Aufnahmekriterien EU-Mitglied wurde. Letzten Monat unterstrich der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, man stehe Zypern bei, "um seine natürlichen Ressourcen zu erforschen und zu nutzen".

Nach einem Treffen mit US-Außenminister Rex Tillerson erklärte der türkische Ministerpräsident Yildirim, dass die Gespräche zwar produktiv waren, jedoch keine Übereinkunft getroffen werden konnte. "Unsere Kriegsschiffe verfolgen alle Entwicklungen in der Region mit der Anweisung, alles Notwendige zu tun um die territorialen Rechte zu verteidigen“, sagte Erdogan vor Mitgliedern seiner regierenden AK-Partei im Parlament im vergangenem Monat, nach dem Treffen mit Tillerson ebenfalls. "Wir warnen diejenigen, die in Zypern und der Ägäis über das Ziel hinausschießen“, sagte er und fügte hinzu "Sie stellen sich uns entgegen, bis sie auf unsere Armee, Schiffe und Flugzeuge stoßen werden“. 

Erdogan verglich dabei die Situation in der Ägäis und Zypern mit der syrischen Region Afrin, in der die Türkei eine Offensive gegen die kurdische Terrormiliz YPG führt. Mit der Einbeziehung des US-amerikanischen Mineralölkonzerns ExxonMobil, dessen Ex-CEO Tillerson war, rechnen türkische Medien jetzt mit einer weiteren Eskalation. Bereits Mitte Februar hatte die türkische Marine ein Bohrschiff vor Zypern ausgebremst. Seit zwei Wochen führt die türkische Marine in der Region Manöver durch. Im vergangenem Monat wendete sich Staatspräsident Erdogan mit einer Warnung an Zypern und Griechenland direkt und betonte, dass die Seerechte Nordzyperns unbedingt verteidigt werden.

Der italienische staatliche Mineralölkonzern ENI will unter anderem im Block 3 nach Erdgasvorkommen forschen. Sie liegt im Südosten der Insel und überschneidet sich somit mit dem nordzyprischen Seeterritorium, deren Regierung von der Türkei anerkannt wird. Die Türkei, die keine diplomatischen Beziehungen zu Zypern unterhält, sagt, dass einige Bereiche der zyprischen Offshore-Meereszone unter die Gerichtsbarkeit der türkischen Zyprioten fallen, was die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum zwischen konkurrierenden Staaten, darunter auch Framkreich, Katar und weiteren Mittelmeeranrainerstaaten nach Offshore-Ressourcen vertieft.

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Bild von Meetropool

One thing is certain: This report shows clearly that the different involved states of the European Union will have to react consequently in order to avoid a proxy war in the off-shore sea around Cyprus.

However, if you asked the government of Cyprus, you might not get any answer to the reflected conflict on behalf of the huge gas fields in Western Asia. It might provide gas for a long-term period. Therefore, third parties like states form Asia Pacific are also strongly interested to be part of that Mega business.

Thus, all depends on the coolness of the actors there in order to avoid similar situations like the proxy war in Syria with hidden support from interested continental powers like Russia and America or China.

 

Being asked by people, what could be done in a worst case, the Greek Cypriots may stay alone with their problems, similar to their experiences in 1974. One remaining question is the unsolved problem due to the invasion more than 40 years ago including the separation of the island into two parts which is still a human tragedy for the citizens of the beautiful island.

 

Hopefully the US Army might protect the 850.000 people from the European part of the island and bring them to other EU states in case of emergency. Wishing this case of more than 40 years sad histories more popularity and the interest from the international press, I would be glad to read good news soon.