Türkei setzt sich durch - USA sichern Unterstützung zu

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Türkei setzt sich durch - USA sichern Unterstützung zu

07. November 2016 - 17:01
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Laut CNN hat das US-Pentagon einen langfristigen Plan über die Zukunft der Stadt al-Raqqa in Nordsyrien mit der türkischen Militärführung zugestimmt. Dem Bericht nach soll die Befreiung, die Sicherung und Verwaltung der Stadt Raqqa gemeinsam erarbeitet und geregelt werden.

Türkei setzt sich durch - USA sichern Unterstützung zu

Ankara / TP - Nach dem Treffen am Sonntag zwischen den türkischen und us-amerikanischen Stabschefs in Ankara, hat das Pentagon verlautbaren lassen, dass man der Zusammenarbeit zwischen der Türkei und den USA in Bezug auf die nordsyrische Stadt Raqqa, die von der DAESH (Islamischer Staat) besetzt gehalten wird, zustimmt.

Laut der Meldung der CNN geht es dabei um die Befreiung der Stadt von der DAESH, die Sicherung sowie Regelung der Verwaltungsaufgaben in der Provinzstadt al-Raqqa. US-Generalstabschef Joseph Dunford sicherte der Türkei zu, die Befreiung der Stadt durch die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) werde unter Kontrolle der USA erfolgen und auch von turkmenischen Milizen begleitet werden.

Die türkische Regierung hatte bis zuletzt die Befürchtung geäussert, dass die mehrheitlich von Sunniten bewohnte Stadt wie auch in Mossul, durch einen Religionskonflikt gefährdet werde. Vor allem weigerte sich die Türkei, dass die PYD unterstützten Milizen an der Befreiung mitwirken. Die Türkei hält die PYD für den syrischen Ableger der Terrororganisation PKK.

CNN-Türk berichtet, dass das Pentagon zur Koordinierung der Maßnahmen einen CENTCOM-Offizier nach Ankara entsenden will, der im türkischen Generalstab als direkter Ansprechpartner und Koordinator Bericht erstatten soll.

Unterdessen ist die türkische Regierung mit Russland übereingekommen, ihre Militäroffensive in Nordsyrien fortzusetzen und dabei auch den Luftraum zu nutzen. In der Vergangenheit hatte das syrische Regime angedroht, Luftraumverletzungen nicht tolerieren zu wollen. Dennoch flog die türkische Luftwaffe in Nordsyrien Luftangriffe gegen den DAESH und die PYD unterstützte YPG-Milizen. Bislang hatte Russland die Türkei dabei gewähren lassen.

Laut türkischen Medien haben sich die Türkei und Russland darüber geeinigt, dass der Korridor den die türkische Armee im Norden des Landes zwischen den östlichen und westlichen Regionen vorangetrieben hat, sich bis nach Aleppo, idlib, Raqqa, Hasakah und Deir Zor erstrecken und erweitert werden soll. Beabsichtigt ist nach Ansicht von Experten, ein Zustand zu erreichen, der vor dem Bürgerkrieg herrschte. In diesem Zusammenhang hat die Türkei vergangene Woche angekündigt, einem Koordinationszentrum beizutreten, in der Russland, Iran und der Irak operative Informationen austauschen. Auch die Türkei wolle einerseits nachrichtendienstliche Informationen beisteuern und davon profitieren, heißt es in der Meldung weiter.

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