Türkischer Stabschef Akar trifft US-Stabschef Dunford

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Türkischer Stabschef Akar trifft US-Stabschef Dunford

07. November 2016 - 01:07
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Der militärische Oberbefehlshaber der türkischen Armee General Akar traf heute sein Gegenüber der US-Armee im Hauptquartier der türkischen Streitkräfte in Ankara.

Türkischer Stabschef Akar trifft US-Stabschef Dunford

Ankara / TP - Der türkische Generalstabschef Hulusi Akar empfing am Sonntag den US-Generalstabschef Dunford in Ankara. Nach einem Besuch im Mausoleum von Atatürk, trafen sich die beiden Stabschef zu einem 6-stündigen Gespräch im Generalstabssitz in Cankaya.

Bei den Gesprächen ging es vorrangig um die aktuelle Lage in Syrien und dem Irak. Türkischen Medien zufolge unterstrichen beide Stabschef übereinstimmend, dass die territoriale Einheit beider südlichen Grenznachbarn der Türkei erhalten bleiben müssen. Dabei richtete sich der Blick vor allem auf die aktuelle Entwicklung um die Befreiung von Rakka im Nordirak sowie zu den Forderungen der türkischen Regierung, dass die PYD in Syrien sich aus den von IS-befreiten Stadt Manbisch zurückzieht.

Der türkische Generalstab besteht nachwievor darauf, dass die kurdischen Kräfte des PKK-Syrien-Ablegers PYD in Syrien sich aus Manbisch zurückziehen. Ein weiterer Standpunkt, auf den Akar bereits zuvor in den türkischen Medien einging, betrifft die Stadt Rakka, die vom Islamischen Staat gehalten wird. Auch hier ist man nicht gewillt, die PKK an den Operationen beteiligen zu lassen. 

In den vergangenen Tagen wurden zwei Panzer-Brigaden aus Ankara und Cankiri an der türkisch-irakischen Grenzstadt Silopi in der südosttürkischen Provinz Sirnak in Position gebracht. Experten zufolge hat Ankara an der Südgrenze nun über 100.000 Soldaten stationiert. Mehrere Luftgeschwader wurden aus der Ägäis und der Schwarzmeer-Region auf den Luftwaffenstützpunkt in Diyarbakir verlegt.

General Akar traf sich zwei Tage zuvor mit dem Generalstab der russischen Armee in Moskau, zusammen mit dem Chef des türkischen Nachrichtendienstes MIT. Über den Inhalt der Gespräche schwiegen zwar die Teilnehmer, jedoch soll es sich um Informationen der türkischen Medien nach, insbesondere um die Operation "Schutzschild Euphrat" in Nordsyrien gegangen sein, bei der die türkische Luftwaffe weitere koordinierte Luftschläge mit den Russen abklären will.
 

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