Serap Güler und die Gleichberechtigung zwischen Rock und Hose

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Serap Güler und die Gleichberechtigung zwischen Rock und Hose

08. Dezember 2018 - 00:08
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Satirisch aber auch mit scharfen Einlagen hatte der Verein der Deutsch-Türkischen Akademiker die diesjährige Deutsche Islamkonferenz in Berlin kritisiert, darunter auch die Staatssekretärin für Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Serap Güler. Die Kritik konterte Sie. Darauf hat der Verein nun eine Antwort veröffentlicht.

Serap Güler und Gleichberechtigung zwischen Rock und Hose

Düsseldorf / TP - Satirisch aber auch mit scharfen Einlagen hatte der Verein der Deutsch-Türkischen Akademiker die diesjährige Deutsche Islamkonferenz in Berlin kritisiert, darunter auch die Staatssekretärin für Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Serap Güler. Die Kritik konterte Sie. Darauf hat der Verein nun eine Antwort veröffentlicht:

Liebe Frau Güler,

satirische Spitzen können weh tun, aber leider haben Sie gar nichts verstanden. Ein kurzer Rock ist überhaupt kein Problem. Tragen Sie alles, auf was Sie auch immer Lust haben - unbedingt!

Was Dritte kommentieren und das schließt uns ein, kann und sollte Ihnen völlig egal sein. Trotzdem erlauben wir uns Sie in aller Schärfe, als Staatsministerin für Integration zu kritisieren.

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

Heute gilt alles, was Frauen tun, als selbstbestimmter Akt, aber ist das wirklich so? Wenn Sie auf der Islamkonferenz überraschend im Cowboy-Look mit extra viel Bein auftreten und anschließend auf der digitalen Konferenz eine schlichte schwarze Hose tragen, dann kann es am plötzlichen Wetterumbruch liegen oder schlicht daran, dass es bei Ihnen eine innere Notwendigkeit bestand, als Türkischstämmige unbedingt als gleichwertig wahrgenommen zu werden.

Dann ist es aber mit Ihrer Selbstbestimmung und Freiheit noch nicht weit her. Die Bewertung - gute Türkin - ist Ihnen dann wichtiger als sich gut zu fühlen. Sie unterwerfen sich einem Diktat - es kommt nur anders verpackt und subtiler daher. Das zeigt sich auch in Ihrem Verhalten.

Solange Sie - fremdmotiviert - Ihre eigene Partei rechts überholen, bei Herkunftsfragen aus der Defensive heraus sogar rum stottern und meinen, Ihre Wurzeln entschuldigend erklären zu müssen, kann es keine Gleichberechtigung geben.

Esra Boga, Deutsch-Türkische Akademiker - DTA

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