Syrien - Zwangsrekrutierung kurdischer YPG 

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Syrien - Zwangsrekrutierung kurdischer YPG 

09. März 2016 - 23:37
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Die Volksverteidigungseinheiten der PYD unter dem Parteivorsitz von Salih Muslim verstärken ihre Zwangsrekrutierungsmaßnahmen im Nordosten Syriens.

Nusaybin / TP - Laut unabhänigigen Meldungen von Menschenrechtsvereinigungen, darunter kurdwatch, haben die Volksverteidiungseinheiten (YPG) der PYD (Partei der Demokratischen Union) ihre Zwangsrekrutierungsmaßnahmen verstärkt. Seit dem 20. Februar melden Beobachter, dass die Milizpolizei der YPG in Afrin, Al-Qamishli und Al-Maabadah junge Männer aus den Häusern zerren oder auf offener Straße willkürlich entführen.

Der letzte gemeldete Fall soll sich am Dienstag in Al-Maabadah ereignet haben, berichten Augenzeugen. Gegen ihren Willen sollen die jungen Männer bei den Volksverteidigungseinheiten eingesetzt werden, heißt in den Berichten weiter. 

Unterdessen gehen die regressiven Maßnahmen gegen Medien und Journalisten im neu ausgerufenen Kanton "Kobani", ehemals Ain al-Arab weiter. Wie die Menschenrechtsorganisation kurdwatch meldet, soll am 25. Februar die Partei der Demokratischen Union (PYD) zwei Entscheidungen der von der PYD für den Kanton "Kobanî" eingesetzten Verwaltung veröffentlicht haben. Darin wird den Mitarbeitern des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw sowie des syrischen Oppositionssenders Orient News die Arbeit im Kanton untersagt. Ferner wird es Mitarbeitern der Verwaltung verboten, den beiden Sendern Interviews zu geben. Begründet wird die Entscheidung mit der Haltung der Sender gegenüber dem Kanton "Kobanî" sowie angeblichen Bürgerbeschwerden.

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