Türkei: Ausgangssperre in Idil aufgehoben

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Türkei: Ausgangssperre in Idil aufgehoben

09. März 2016 - 13:35
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Mit der Aufhebung der Ausgangssperre in Idil in der Provinz Şırnak wird erneut deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die Sicherheitskräfte allein in zwei Stadtvierteln zu kämpfen hatten. Jeder einzelne Einwohner hatte umgerechnet 2,4 kg Sprengstoff.

Diyarbakir / TP - Seit die Ausgangssperre in Idil in der Provinz Şırnak seit dem gestrigen Tag aufgehoben ist, beruhigt sich die Lage zusehends. Die Sicherheit der Stadt soll nun von 750 Sondereinsatzkräften der Polizei in drei neuen Polizeistationen gewährleistet werden.

Die 24.000 Einwohnerstadt musste seit dem 16. Februar eine Ausgangssperre erdulden, die erst gestern aufgehoben wurde, nach dem die von der Terrororganisation PKK besetzten Stadtviertel Yeni Mahalle und Turgut Özal unter Einsatz von mehr als 4.000 Einsatzkräften befriedet werden konnten. Bei den Operationen wurden knapp 10 Tonnen Sprengstoff sichergestellt oder kontrolliert gesprengt. Das sind pro Kopf 2,4 kg Sprengstoff, die in diesen Vierteln deponiert waren.

Verteilt waren der Sprengstoff nach Angaben der Polizei in rund 400 Sprengfallen, die in ca. 170 Barrikaden und 60 Straßengräben Verluste unter der Polizei verursachen sollten. Während die Aufräumarbeiten in Viertel Turgut Özal anhalten und Häuser nach Sprenfallen durchsucht werden, wurden seit gestern 5 Scharfschützengewehre, 5 schwere Maschinengewehre, 35 Kalaschnikows und 144 Handgranaten sichergestellt.