Trump siegt, Türkei gratuliert

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Trump siegt, Türkei gratuliert

09. November 2016 - 14:29
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In der Türkei wird die Präsidentenwahl in den USA mit dem Sieg Donald Trump mit Erwartungen und Hoffnungen verknüpft. Präsident Erdogan hofft auf positive Entwicklungen in der Türkei und in der Region während Premier Yildirim an Trump appeliert, Fethullah Gülen auszuliefern.

Trump siegt, Türkei gratuliert

Ankara / TP - Donald Trump war einer von wenigen ausländischen Politikern, die den gescheiterten Putsch in der Türkei verurteilte und Erdogan für seine Standhaftigkeit lobte. Während die Rivalin Hillary Clinton das Auslieferungsersuchen der Türkei von Fethullah Gülen nicht kommentierte, ließ Trump mitteilen, man sehe in Gülen einen Terroristen.

Das weckt Hoffnungen in der Türkei. Präsident Erdogan erklärte nach dem Wahlsieg Trumps, man gratuliere den neuen US-Präsidenten für seinen demokratischen Sieg. "Das US-amerikanische Volk hat seine Entscheidung gefällt. Mit dieser Entscheidung beginnt eine neue Ära. Ich wünsche den USA eine erfolgreiche Zukunft“, zitierte die Zeitung Aydinlik Erdogan.

Ministerpräsident Yildirim erklärte, man habe große Erwartungen, vor allem in der Frage der Auslieferung Fethullah Gülens, der in den USA lebt. Man erwarte, dass die Auslieferung umgehend eingeleitet wird, sagte Yildirim. 

Der türkische Justizminister unterstrich ebenfalls, dass der demokratische Wille der US-Bürger zu Geltung kam und nicht beeinflusst werden konnte: "In den USA hat niemand aufgrund von Schlagzeilen, Umfragen oder Fernsehprogrammen gewonnen. Am Ende entscheidet das Volk. Soweit ich das betrachten kann, hat das US-amerikanische Volk den Versuchen, seinen Willen zu beeinflussen, eine klare Absage erteilt.“

Aussenminister Mevlüt Cavusoglu gratulierte über das soziale Netzwerk Twitter Donald Trump zum Wahlsieg. Darin heißt es weiter, man wünsche sich eine festere strategische Kooperation mit den USA, die auf Vertrauen basiert.      

Donald Trump hatte während der Wahlkampfzeit erklären lassen, dass er Fethullah Gülen der Türkei ausliefern werde. Sein türkischstämmiger Nahost-Berater, Saygın Şimşek, hatte erklärt: "Wir glauben, dass Fetullah Gülen ein Terrorist ist. Gülen ist ein in Pennsylvania lebender Anführer, der die Charter-Schulen in den USA unterhält.  Zudem haben sie langjährige Verbindungen zu Familie Clinton. Er wurde mindestens drei Mal angeklagt und die türkische Regierung hat seine Auslieferung gefordert. Doch die Obama-Führung hat all diese Forderungen abgelehnt. Herr Trump hat des Öfteren gesagt, dass er diese Terrororganisationen mitbekämpfen wird.“

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