Recep Tayyip Erdogan, der Retter der modernen Türkei!

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Recep Tayyip Erdogan, der Retter der modernen Türkei!

10. Juli 2018 - 22:19
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Um das Phänomen Erdogan verstehen zu können, muss man die Geschichte der Türkei der letzten 100 Jahre Revue passieren lassen.

Erdogan nach der Vereidigung zum Staatspräsidenten im Mausoleums des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk in Ankara

Kommentar - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist nicht nur ein demokratisch gewählter Politiker, er ist zugleich auch der geistige Anführer einer Revolution, der die Menschen in der Türkei aus ihrer langjährigen inneren Gefangenschaft befreite.

Bevor Recep Tayyip Erdogan an die Macht kam, gab es eine Mixtur aus Oligarchie, Stratokratie und Xenokratie. Das heißt, eine kleine Minderheit der korrupten Herrscherklasse hat mit politischer Unterstützung aus dem Ausland und mit militärischer Unterstützung der türkischen Streitkräfte das Land 70 Jahre gewissenlos ausgebeutet.

Elementare Bestandteile der demokratischen Grundordnung waren nicht vorhanden. Menschenrechte, Pressefreiheit und Religionsfreiheit, wie wir es aus Deutschland kennen, waren nicht existent. Die Menschen wurden wie Bürger 2 ter Klasse behandelt und der Zugang zur höheren Bildung mit anschließender Jobgarantie war nur wenigen Personen vorenthalten. Eine medizinische Grundversorgung gab es nur für die Gutbetuchten.

Die Religion wurde aus dem öffentlichen Leben verbannt. Der türkische Staat war wirtschaftlich und geistig-moralisch insolvent. Die Quintessenz: Die Türkei war ein Entwicklungsland mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2.500 USD pro Person. Heute liegt das BIP bei ca.11.000 USD, es gibt für alle Bürger eine kostenlose medizinische Grundversorgung, ferner in fast jedem der 81 Provinzstädte mindestens eine Universität. Eine Schulpflicht bis zur 8 Klasse wurde eingeführt und die Kosten der Schulen werden nun komplett vom Staat getragen.

Die Religionsfreiheit wurde wieder hergestellt, das Militär untersteht jetzt der Zivilregierung, die Rechtstaatlichkeit hat an Bedeutung gewonnen. Außerdem wurde ein Sozial Staat etabliert, der vergleichbar ist mit Deutschland. Es gibt in der Türkei jetzt soziale Hilfsprogramme für wirtschaftliche und sozialschwache Bürger, daher ist die Armutsrate von damals über 16% auf heute unter 5% gefallen.

Die Minderheiten haben die meisten Rechte in der Geschichte der Türkei bekommen. Die Kurden z.B. haben ihre kulturelle Autonomie wieder bekommen, kurdische Sprache, Musik, Literatur, Fernsehen und Feierlichkeiten wurden erlaubt.
Kirchen und Synagogen wurden und werden auf Kosten des türkischen Staates restauriert. Die Alewiten können angstfrei ihre Religion ausleben. Das Bewusstsein für die türkische Geschichte und die türkische Kultur wurden gestärkt.

Kurzum: Recep Tayyip Erdogan hat den Menschen ihre Würde, ihre Freiheit, ihre Religion und ihre Unabhängigkeit wiedergegeben.

Recep Tayyip Erdogan hat im Prinzip die Bürger mit dem Staat wiedervereinigt. Das ist ungefähr so vergleichbar, wie die Deutsche Wiedervereinigung. Für viele Menschen ist er der Retter der modernen Türkei.

Warum in Europa ihn viele Menschen unterstützen.

Um den Gefühlszustand der türkischstämmigen Bürger in Deutschland plakativ veranschaulichen zu können, möchte ich folgende Beschreibung zur Hilfe nehmen:

In Deutschland regiert unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel, daher ist Deutschland mein Mutterland. In der Türkei regiert der türkische Staatspräsident Herr Erdogan, daher ist die Türkei beim Vaterland. Nur leben beide Elternteile in unterschiedlichen Welten.

Natürlich würde ich mir wünschen, dass wir den hohen Lebensstandard in Deutschland auch in der Türkei erreichen. Nur haben wir unterschiedliche Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern. Wir sind in Deutschland umgeben von freundschaftlich gesinnten Nachbarn, sind eingebettet in die EU, sind die viertgrößte Wirtschaft Nation der Welt, haben ein hohes Bildungsniveau und werden nicht seit Jahrzenten vom Terrorismus heimgesucht.

Die Türkei ist umgeben von instabilen Nachbarn, die entweder sich im Kriegszustand befinden oder wirtschaftlich am Tropf der EU hängen, die Türkei ist die 17. größte Wirtschaft Nation der Welt und führt seit Jahrzenten einen Krieg gegen die PKK, neuerdings gegen den Terroristischen Staat (IS) und gegen Putschisten. In dieser postputschtraumatischen und instabilen Lage kann man nicht von gleichen Grundvoraussetzungen ausgehen und für beide Staaten die gleichen Maßstäbe verlangen.

Ferner pflegen die türkischen Oppositionsparteien keine Konsenskultur und betreiben nur Fundamentalopposition. Während seiner Amtszeit als Außenminister dürfte Hans-Dietrich Genscher 14 neue Außenminister in der Türkei kennenlernen. Das verdeutlicht vielleicht die gravierenden Unterschiede zwischen diesen beiden Ländern. Erst mit der Regierungsübernahme von Erdogan kam die politische und wirtschaftliche Stabilität in die Türkei zurück.

Die Türkei benötigt einen starken Führer, damit das Land nicht auseinanderfällt und subversive Putschisten und extreme Gruppierungen nicht das Land in ein Chaos führen. Ohne Erdogan wäre der Putschversuch am 15.07.2016 erfolgreich verlaufen, was eventuell einen Bürgerkrieg und eine neue Flüchtlingswelle Richtung Europa ausgelöst hätte.

Das was für mein Mutterland gut ist, muss nicht automatisch auch für mein Vaterland gut sein und umgekehrt.

Ich fühle mich in beiden Ländern sehr wohl. Beide Länder haben Vorteile und Nachteile. Wir sollten aber Vorsicht walten lassen, bei der Beurteilung über das andere Land, wenn einem die dafür notwendige Wissensbasis fehlt. Leider geben regelmäßig deutsche Politiker wie Cem und Sevim die Details ihrer Inkompetenz in Fernsehsendungen zum Besten wieder.

Ferner darf man die Hetzkampagnen der deutschen Leitmedien gegen die Türkei, gegen den türkischen Staatspräsidenten und gegen die in Deutschland lebenden türkischstämmigen Bürger nicht verharmlosen. Es grenzt zeitweise an geistiger Körperverletzung.

Des Weiteren möchte ich auf noch auf einen wichtigen Punkt hinweisen. Falls der türkische Staatspräsident die Türkei als Diktator hätte regieren wollen, hätte er keine Wahlen anberaumt, hätte alle Macht in der Türkei an sich gerissen und die Demokratie abgeschafft. Diese Verschwörung gegen den türkischen Staatspräsidenten hilft uns nicht weiter. Daher sind solche Titulierungen fehl am Platz und sorgen sicherlich nicht für Entspannung in der Deutsch-Türkischen Beziehung.

Leider besteht auch eine Korrelation in der Hassterminologie zwischen den deutschen Propagandamedien, den türkischstämmigen Marionettenpolitikern und dem türkischen Staatspräsidenten.

Warum die Propaganda der deutschen Politiker?

Spätentens seit dem Fall unseres ehemaligen Staatspräsidenten Christian Wulf wissen wir um die Hebelwirkung der 4 ten Macht in Deutschland. Daher fällt es deutschen Politikern sehr schwer sich gegen diese Dominanz zu wehren und springen auch auf den Türkei Bashing Zug auf, um die eigene Karriere nicht zu gefährden.

Verzweifelt sucht man nach Machtpolitikern, die Rückgrat zeigen und sich für die Wahrheit und die Völkerverständigung einsetzen. Man darf diese Teflonbauchtänzer, besser bekannt als Politiker aber auch nicht vorverurteilen. Es ist leicht sich als Populist zu präsentieren und die Gesellschaft in Deutschland zu teilen, als sich als Patriot für die Belange der deutschen Bevölkerung einzusetzen.

Die Bürger erwarten Antworten auf Fragen, die unser Land tangieren. Es ist eine Schande, dass wir als ein sehr wohlhabendes Land unsere Rentner zur Tafel schicken müssen oder wir zusehen, wir Rentner, die dieses Land aufgebaut haben, Pfandflaschen sammeln müssen, um ihren Lebensabend zu gestalten.

In der Leiharbeitsbranche können die Mitarbeiter nicht ihre Familien ernähren und müssen regelmäßig zum Aufstocken die Behörden um Unterstützung anbetteln. Obdachlose leben seit Jahren hilfsbedürftig auf der Straße und bekommen zurzeit Gesellschaft von herumvagabundieren Clans aus anderen EU-Staaten. Dementsprechend sieht aus das Bild der Straßen in den Großstädten aus.

Die Alleinerziehenden Elternteile kämpfen jeden Monat, um über die Runden zu kommen. 20% der in Deutschland lebenden Frauen werden mindest. 1x im Leben Opfer sexueller Gewalt. Wo ist der Aufschrei unserer Politiker? Wir haben einen massiven Wohnungsnot in den Ballungsräumen, wo sind die Lösungsvorschläge? Die Kinderarmut, die Drogenkriminalität und der Menschenhandel werden nur halbherzig bekämpft. In einer Zeit wo unsere Geheimdienste wie z.B. „NSA“ alle Telekommunikationsdaten erfasst und damit jeden Tag meiner Bürgerrechte verletzt, aber bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität sich vornehm zurückhält und damit die Zukunftsaussicht unserer Kinder und unserer Gesellschaft beeinträchtigt.

In der Bildungspolitik, die unsere Zukunft sichern sollte, werden emotionale Vernachlässigungen den Wirtschaft Standort Deutschland massiv schaden. Manchmal bekomme man den Eindruck es steckt System dahinter. Der Euro steckt seit fast einem Jahrzehnt in der Krise, die uns unsere Politiker eingebrockt haben, mit ihren handwerklichen Fehlern bei der Einführung des Euros.
Es ist die Pflicht unserer Politiker, sich in erster Linie für die Probleme der deutschen Bevölkerung einzusetzen, keine Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen und sich nicht als armselige Populisten zu gerieren. Aber einige unserer geistig unterbelichteten Politiker vermitteln den Eindruck, dass die Anwesenheit eines ausländischen Politikers die nationale Sicherheit gefährde. Ich glaube, dass die Menschen in Deutschland andere Sorgen und Nöte haben als was die Medien und die Politiker uns vorgaukeln. Genau das führt aber zur Politik Verdrossenheit und zu gesellschaftlichen Verwerfungen.

Unsere Politiker rennen mit populistischen Sprüchen dem Zeitgeist hinterher. Ich würde mir wünschen, dass die Politiker ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, wie seinerzeit Willy Brandt und sich von den Medien nicht treiben lassen.

Wir leben in Deutschland und in der Türkei zwar gemeinsam auf der Erde aber in zwei unterschiedlichen Welten.

Wie bereits angeschnitten, stelle ich fest, daß es eine Lebenswelt in der Türkei gibt, die von den Mainstreammedien in Deutschland weitgehend ignoriert werden.

Es wird von den deutschen Leitmedien ein Bild über die Türkei projiziert, wo die Türkei täglich in einem sehr schlechten Bild dargestellt wird, was aber mit der Realität nicht übereinstimmt. Es wird den Bürgern in Deutschland suggeriert, dass es keine Pressefreiheit gibt, keine Meinungsfreiheit und sonst keine Bürgerrechte mehr gibt.

Fakt ist, dass die Türkei genauso eigene emotionale und spezifische Befindlichkeiten hegt wie Deutschland auch. Die Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit hört in Deutschland zurecht da auf, wo es zur einer Geschichtsverklitterung des 3. Reiches kommt. In der Türkei hört die Meinungs- und Pressefreiheit zurecht da auf, wo Terrorismus propagiert oder aktiv unterstützt wird. Das türkische Volk ist nach nunmehr 35 Jahren kriegsmüde und wünscht sich sehnlichst ein Ende aller kriegerischen Handlungen in der Türkei und in ihren Nachbarländern. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn wir in der Vergangenheit von Deutschland aus, bei der Erfüllung dieses Wunsches, unseren Beitrag hätten leisten könnten.

Schon bei der Frage wer, hinter dem Putschversuch steckt, können wir keine Einigung erzielen. Mittlerweile gibt es tausende von Beweisen, dass die Terrororganisation von Fethullah Gülen hinter dem Putsch steht. Außerdem haben sehr viele Staaten, darunter China, Indien, Russland, Iran und viele andere Staaten die Gülenorganisation zu Hauptbeschuldigen des Putsches erklärt und sie als Terror Organisation eingestuft. Anders die deutschen Leitmedien, die im Zeitalter des Postfaktischen, die Gülenorganisation von jeglicher Schuld freispricht und die westeuropäischen Staaten den geflohenen Putschisten Unterschlupf gewähren.

Selbst der ehemalige US Botschafter Herr James Jeffrey hat in einem Interview mit der „Zeit“ offen zugegeben, dass die Gülenorganisation hinter dem Putsch steckt.

Es ist Verwunderlich, dass die deutschen Medien bis dato keinen Versuch unternommen haben, den tausenden von Beweisen nachzugehen und bei der Aufklärung der Schuldfrage des Putschversuches Licht ins Dunkele zu bringen. Anscheinend ist es politisch nicht gewollt. Manchmal passt die Wahrheit einfach nicht zur aktuellen politischen Agenda.

 

M. Teyfik Oezcan
Freier Journalist

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