Veranstaltungen an TU Berlin: Türken werfen PKK-Propaganda vor

Lesezeit
2 Minuten
Gelesen zu

Veranstaltungen an TU Berlin: Türken werfen PKK-Propaganda vor

11. Januar 2017 - 03:41
Kategorie:
1 Kommentare

Eine der Terrororganisation PKK nahestehende Organisation bietet an der TU Berlin Informationsveranstaltungen an. Ein türkischer AKP-Abgeordneter forderte bereits die Bundesregierung auf, den Veranstaltungen „ein Ende zu setzen“. Gegenwärtig werfen nun vor allem Türken in Deutschland der TU Berlin vor, die freiheitlich demokratischen Werte des Grundgesetzes zu missachten.

Veranstaltungen an TU Berlin: Türken werfen PKK-Propaganda vor

Berlin / TP - Nach der Aufforderung des türkischen AKP-Abgeordneten Mustafa Yeneroglu, die Bundesregierung möge die geplante Informationsveranstaltung einer PKK-nahen Studentenorganisation verbieten, findet auch die türkische Community in Deutschland inzwischen deutliche Worte und hat begonnen, die TU Berlin direkt anzuschreiben und so ihre Meinung über den am Mitwoch geplanten Vortrag "Kurdistan im Aufbruch" mitzuteilen. 

Bei der Veranstaltung gehe es um Propaganda für die Terrororganisation PKK, ausgerichtet vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Universität Berlin sowie der Studentenvereinigung YXK, die ein Ableger der PKK ist. 

Die YXK ist laut aktueller Länder- und Bundesverfassungsberichte ein Ableger der Terrororganisation PKK, die in der Türkei alleine im letzten Jahr für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich gemacht wird oder sich selbst dazu bekannt hat. Auch die Europäische Union stuft die PKK als eine Terrororganisation ein.

Aus diesem und ähnlichen Gründen wurden bereits Veranstaltungen in deutschen Universitäten abgesagt bzw. annuliert, so geschehen unter anderem in Duisburg, nach dem sich die Rektorate über die Vereinigung informiert hatten. 

Erschwerend kommt hinzu, dass die Bundesregierung sich eindeutig positioniert hat, nach dem der Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier während einer Pressekonferenz in Ankara am 15. November 2016 sich zur Solidarität mit der Türkischen Republik im Kampf gegen Terrorismus und Terrororganisationen bekannt hatte. 

Innerhalb der türkischen Community werden derzeit alle Anstrengungen unternommen, um dieser offiziellen Solidaritätsbekundung auch Taten folgen zu lassen, wie mehrere Gruppen innerhalb sozialer Netzwerke im Internet jetzt bekannt gaben. Sie rufen dabei alle Türken in Deutschland auf, von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und die TU Berlin darauf aufmerksam zu machen. Die TU Berlin als eine staatliche Forschungs- und Bildungsanstalt müsse ein besonderes Interesse daran haben, einem Sprachrohr der PKK keine Plattform zu bieten, es sei denn, sie bestreite diese Solidarität und die Existenz der Verfassungsschutzberichte.

weitere Informationen zum Artikel

Es ist 1 Kommentar vorhanden

KG

In der Türkei leben 13 verschiedene ethnische Gruppen. In Deutschland ist es ähnlich. Was würde geschehen wenn eine bayerische Terrororganisation mit Autobomben und Sprengfallen für einen Freistaat Bayern, ohne Rücksicht auf Schwaben, Ostfriesen, Hessen usw., kämpfen würde? Adenauer hat den Bayern für den Fall der Gründung eines Freistaat Bayern seinerzeit die Staatsexekution angedroht.

Heute scheine ausländische Terroristen in Deutschland einen starken Rückhalt, ohne Rücksicht auf die Folgen in den Herkunftsländern, zu finden. Deutschland ist kein sicheres Ankunftsland mehr, der Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Berlin sollte zum Nachdenken Anlass geben. Unterstützung oder Duldung von sogenannten "Freiheitsbewegungen" in Deutschland, denen einschliesslich Morddrohungen, Schutzgelderpressung und Rauschgifthandel alle Mittel recht sind, führt zu Terror und  Mord an Unschuldigen in den Herkunftsländern.

Wir haben vor 60 Jahren gesehen wie eine rücksichtslose Ideologie zu vielen Millionen ermordeten Juden und Kriegstoten geführt hat. Auch damals hat das duldende Schweigen und die partielle Unterstützung erst geendet als wir Deutschen dadurch erkennbare Nachteile hinnehmen mussten. Vorher war political correctness im Eigeninteresse angesagt. Nachher wollte niemand Verantwortung übernehmen. Noch heute wird zwischen "Nazideutschland" und Deutschland in den Medien unterschieden wenn es um die Greuel der jüngsten Vergangenheit geht..

Auch 60 Jahre nach dem Ende Hitlers haben wir Deutschen, gleich ob Uni, Asta oder Politik, wohl kaum das Recht Andere an unseren Masstäben zu messen und Unheil im Ausland selbstgerecht zu fördern. Hunderte von ausländerfeindlichen Straftaten bieten ein weites Feld für Menschen mit gutem Willen sich vor der Haustür zu engagieren, statt neuen Rattenfängern auf den Leim zu gehen.