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Nach diplomatischer Krise: Rotterdam im Ausnahmezustand

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Nach diplomatischer Krise: Rotterdam im Ausnahmezustand

11. März 2017 - 21:51
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Das türkische Konsulat in Rotterdam ist weiträumig abgeriegelt. Der türkische Botschafter kann nicht aus dem Gebäude, die türkische Ministerin für Familie und Soziales wird nur wenige Meter vor dem Gebäude von der niederländischen Polizei im Fahrzeugtross festgehalten. An den Polizeisperren hat sich eine Menschentraube gebildet, Türken protestieren, werden von der Polizei daran gehindert, zum Konsulat zu gelangen. Die berittene Polizei ist aufmarschiert, Hundestaffeln werden eingesetzt. Türkische Journalisten aus dem Umfeld gedrängt.

Nach diplomatischer Krise: Rotterdam im Ausnahmezustand

Rotterdam / TP - Rotterdam ist nach der diplomatischen Krise zwischen der Türkei und Niederlanden im . Der Oberbürgermeister der Stadt verhängte den Ausnahmezustand. Hundertschaften der niederländischen Polizei haben weiträumig das Gebiet um das türkische Konsulat in Rotterdam abgeriegelt. Darin sitzt auch die türkische Ministerin für Familie und Soziales, Fatma Kaya, im Fahrzeug fest. Der türkische Botschafter Ayyildiz kann nicht aus dem Konsulat, weil die Polizei ihn daran hindert, erklärte er am Telefon gegenüber türkischen Medien.

Vor den Polizeisperren hat die niederländische Polizei die berittenen Einsatzkräfte versammelt, Hundestaffeln patrouillieren, hindern die Türken daran, in die Nähe des Konsulats zu gelangen. Türkische Medien berichten, dass die türkischen Journalisten abgedrängt werden.

Im Rotterdamer Flughafen hat die Türkische Föderation der Niederlanden aus Protest eine Sitzblockade begonnen. Die Oppositionspartei MHP erklärte, dass die Maßnahmen der niederländischen Regierung mit nichts zu gerechtfertigen seien.

Inzwischen gibt es Videoaufnahmen darüber, wie die niederländische Polizei versucht, die türkische Ministerin zu überreden, das Land in Begleitung der Polizei zu verlassen. Die Ministerin verbittet sich das und erklärt, sie werde in das Konsulat gehen. "Jede weitere Diskussion darüber erübrigt sich. Ich werde niemanden begleiten und nicht nach Deutschland zurückkehren", sagte die Ministerin weiter. 

 

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