Nach dem Bombenanschlag von Ankara steigt die Zahl der Opfer auf 34

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Nach dem Bombenanschlag von Ankara steigt die Zahl der Opfer auf 34

13. März 2016 - 22:00
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Die Zahl der Todesopfer nach dem verheereden Bombenanschlag von Ankara wurde mit 34 nach oben korrigiert. In über 8 Krankenhäusern in Ankara sind weit mehr als 125 Verletzte in Behandlung. Das türkische Gesundheitsministerium hat eine Hotline für die Angehörigen der Opfer eingerichtet. Ministerpräsident Davutoglu berief eine Sondersitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein. Der türkische Polizeipräsident von Ankara will demnächst die Medien über den letzten Stand der Ermittlungen informieren.

Ankara / TP - Das türkische Gesundheitsministerium hat in Zusammenarbeit mit dem Gouverneur von Ankara, eine Hotline für Angehörige der Opfer des Bombenanschlags eingerichtet. Hier sollen die Angehörigen Informationen über den Verbleib der Opfer und Verletzten erhalten. Der Gouverneur erklärte aktuell, dass die Zahl der Todesopfer sich auf 34 erhöht hat. 

Neuesten Informationen zufolge, soll es sich um einen Autobombenanschlag handeln. Zeugen erklärten gegenüber den Medien, wie sich ein Fahrzeug an einer Bushaltestelle auf mehrere stehende Linienbusse genähert und dann explodiert sei. Die Wucht der Explosion erfasste einen weiten Umkreis des Kizilays, einem vielfrequentierten Viertel, in der die Einkaufsmeile sowie der Güven-Park zum Schlendern einlädt und von der Bevölkerung täglich aufgesucht wird.

Durch die Wucht wurden u.a. der Eingang der Metro von Kizilay, ein Fußgängerübergang über den Boulevard und der Park selbst in Mitleidenschaft gezogen. Zahlreiche Fahrzeuge, die sich zu der Zeit auf der Straße aufhielten, wurden ebenfalls von der Explosion erfasst. Der Tatort ist inzwischen hermetisch abgeriegelt. Sonderermittler der Polizei sollen Medien zufolge an einem stark beschädigten Fahrzeuggestell nach Hinweisen suchen.

Kurz nach bekannt werden, rief der türkische Ministerpräsident Davutoglu das Kabinett sowie den Nationalen Sicherheitsrat für eine Sondersitzung ein. Die Sitzung wurde gerade eben beendet. In einer kurzfristig anberaumten Sitzung vor der Presse erklärte Justizminister Ala, dass die Explosion in Ankara durch einen Selbstmordanschlag herbeigeführt wurde. Ala erklärte weiter, die Türkei werde die Hintermänner fassen und alle zur Rechenschaft ziehen. Über die Hintergründe der Tat erklärte Efkan Ala, man werde die Ermittlungsergebnisse abwarten und dann eine Pressekonferenz einberufen. Ala weiter: "dass es sich um einen Terroranschlag handelt, ist erwiesen und nicht von der Hand zu weisen." Der Justizminister teilte den Angehörigen sein tiefstes Beileid aus und versicherte, dass die Täter und Gruppen gefasst werden, die dafür verantwortlich seien.

Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoğlu erklärte, es seien derzeit mindestens 125 Verletzte in mehreren Krankenhäusern der Stadt verteilt in Behandlung, darunter 19 Schwerverletzte die akut in Intensivstationen in Behandlung seien. Über eine eingerichtete Hotline werde man die Angehörigen schnellstens über die Opfer oder Verletzten Auskunft erhalten, sagte Mehmet Müezzinoğlu weiter. Insgesamt seien 30 Opfer im nahen Umfeld des Anschlagortes und 4 weitere im entfernten Umkreis gezählt worden.

Der stellvertretende Ministerpräsident Bekir Bozdag erklärte im Anschluss, der Terroranschlag sei durch einen fahrenden Fahrzeug ausgelöst worden. Über die Zahl der Attentäter oder Herkunft wollte Bozdag nichts sagen. Man solle die Ergebnisse abwarten. Bozdag versicherte, dass die Türkei sich durch Terroranschläge nicht vom Kurs abbringen werde und die Täter und Hintermänner zur Verantwortung ziehen werde.

Nach einer Meldung der REUTER´s, wird die Tat der Terrororganisation PKK zugeordnet. Ein Sicherheitsexperte habe diese Einschätzung mitgeteilt, heißt es in der Naxhrichtenagentur-Meldung. In der Türkei hat inzwischen die Nachrichtensperre auch die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter erreicht. In sehr vielen Netzen sei der Zugang zu den Netzwerken völlig zum erliegen gekommen.