Erdogan hebt Rolle der Frau hervor

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Erdogan hebt Rolle der Frau hervor

13. November 2017 - 02:04
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Erdoğan: "Die muslimische Frau ist nicht nur eine gute Mutter, sondern auch eine bahnbrechende Wissenschaftlerin, Politikerin, Lehrerin und, wenn es sein muss, sogar eine mutige Soldatin"

Türkischer Präsident: "Muslimische Frauen dürfen nicht nur auf die Mutter- und Hausfrauenrolle beschränkt werden"

Bei einer Tagung des Frauenbeirats der „Organisation für Islamische Zusammenarbeit" (OIC) in Ankara hob Edoğan dabei besonders auch die Rolle der muslimischen Frau in der Gesellschaft hervor. Das jedoch sei nicht nur das Engagement in der Familie als Mutter und Hausfrau, sondern auch die Rolle der muslimischen Frauen im sozialen Leben der Gesellschaftund auch im Berufsleben. Dabei gehe es nicht mehr nur darum, dass die Muslima eben arbeite, sondern sich auch dank entsprechender Ausbildung und Qualifikation für "wichtige Positionen empfehlen kann und Diese dann auch erfolgreich ausfüllt". 

Erdoğan: "Muslimische Frauen dürfen nicht nur auf die Mutter- und Hausfrauenrolle beschränkt werden. Die muslimische Frau ist nicht nur eine gute Mutter, sondern auch eine bahnbrechende Wissenschaftlerin, Politikerin, Lehrerin und, wenn es sein muss, sogar eine mutige Soldatin".

Allerdings, so Recep Tayyip Erdoğan, müssten muslimische Frauen, neben einer guten schulischen und weiteren Ausbildung, auch die Moglichkeit eröffnet werden, ihr Können und Wissen in der Praxis realisieren zu können. Aber genau dieser Umstand sei heute nicht überall auf der Welt gewährleistet. Dahingehend sprach der türkische Präsident auch die berufliche Behinderung der muslimischen Frauen innerhalb der EU-Staaten an. Dort würden Frauen, die sich aus freuen Stücken zum Tragen des Kopftuches entschlossen haben, "mit verschiedenen Initiativen und Maßnahmen nach und nach behindert und diskriminiert".

Dabei gehe es nicht nur um die dortige Rolle einer muslimischen Frau in Schule und Ausbildung, sowie im Beruf. "Eine muslimische Frau mit dem Kopftuch wird dort diskriminiert und daran gehindert, sich im gesellschaftlichen Leben zu partizipieren". 

Erst kürzlich hatten sich beispielsweise muslimische Frauen in deutschen TV-Sendungen mehrfach darüber beklagt, dass sie, trotz guter schulischen Leistungen und teilweise sogar abgeschlossenem Studium, auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt behindert und diskriminiert würden. Eine der Frauen konnte sogar davon berichten, dass sie auf entsprechende Bewerbungen ohne Bild nach ihrem mit "hervorragend" abgeschlossenem Studium auf "sehr große Resonanz und Interesse" bei potentiellen Arbeitgebern gestoßen sei. Gleichzeitig habe sie die Bewerbung mit den gleichen Zeugnissen,  usw., aber mit ihrem Bild und dem freiwillig getragenen Kopftuch an die selben Firmen versandt. "Da war der Rücklauf gleich null".

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