Laschet: Migranten sollte man Prämie zahlen

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Laschet: Migranten sollte man Prämie zahlen

14. April 2010 - 20:03
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Der HÜRRIYET zufolge erklärte Armin Laschet während einer Konferenz in Düsseldorf: "Eigentlich sollte es eine Migranten-Prämie zum Bleiben geben."

Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen traf sich mit Migranten-Delegierten auf einer Konferenz in Düsseldorf. In der von der ATIAD (Verband Türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa) organisierten Veranstaltung, wurde das Schwerpunktthema Migration behandelt.

Unter den Gästen befanden sich Armin Laschet, Staatsministerin Maria Böhmer, CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sowie Integrationsbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen Thomas Kufen teil. Der Gastgeber, Vorsitzender der ATIAD Recep Keskin sowie ca. 60 CDU-Delegierten mit Migrationshintergrund hörten aufmerksam zu, als Armin Laschet die zurück liegenden politischen Signale in der Integration von Migranten kritisch betrachtete. Laschet sagte, man habe Fehler begangen, als man Migranten mit Prämien belohnte, wenn sie in die Heimat zurück kehren. Heute würde Deutschland die Vielfalt zwar viel besser verstehen, jedoch würden vermehrt Migranten aus eigenem Willen heraus in ihre Heimat zurückkehren. Nach Angaben von Laschet müsste man denjenigen Prämien zahlen, damit sie bleiben.

Gleichzeitig forderte Laschet eine Politik, in der Migranten mitreden können. Eine Politik, in der viel mehr Migranten vertreten sind und aktiv daran teilnehmen können. Ein Land das die meisten Migranten hat, aber keinen einzigen Landtagsabgeordneten mit Migrationshintergrund vorweisen kann, dieser Umstand werfe Fragen auf. Laschet erklärte, das man aus diesem Grund innerhalb der CDU in NRW Efkan Kara auf die Liste in den Landtagswahlen gesetzt habe. Er forderte von den Delegierten Unterstützung für Efkan Kara.

Maria Böhmer erklärte, Deutschland habe erst spät bemerkt, das man ein Einwanderungsland ist. Deshalb werde man umso mehr um die Integration der Migranten bemüht sein, sagte Böhmer und führte die Anerkennung von im Ausland erworbenen akademischen und beruflichen Abschlüssen, ein Bildungssystem in der ausser Deutsch auch die Muttersprache vorkommt, die verbesserte Berufsausbildung, die Erleichterung für den Zugang zum Beamtenwesen sowie im Gesundheitswesen an. Böhmer will u.a. die etwa 500 000 Migranten mit ausländischen Abschlüssen so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zuführen. Ein Gesetzesentwurf werde bereits erarbeitet und soll bis zur Jahreshälfte durch den Bundestag.

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