Türkische Delegation verlässt "For Libya, with Libya"

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Türkische Delegation verlässt "For Libya, with Libya"

14. November 2018 - 06:39
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Die türkische Delegation hat die Konferenz "For Libya, with Libya" in Palormo frühzeitig verlassen. Der türkische Delegationsleiter und Vizepräsident Oktay warf einigen Ländern vor, die Konferenz für eigene Interessen zu missbrauchen. Die Türkei werde sich hierbei nicht beteiligen, sagte Oktay am Rande der Konferenz.

Türkische Delegation verlässt "For Libya, with Libya"

Palermo / TP - Die türkische Delegation hat die Konferenz "For Libya, with Libya" in Palormo frühzeitig verlassen. Der türkische Delegationsleiter und Vizepräsident Oktay warf einigen Ländern vor, die Libyen-Konferenz für eigene Interessen zu missbrauchen. Die Türkei werde sich hierbei nicht beteiligen, sagte Oktay am Rande der Konferenz. 

Bei der Libyen-Konferenz sollte die Stabilisierung Libyens zur Aussprache kommen, die zerstrittenen Lager zusammen mit Anrainerstaaten des Mittelmeers an einem Tisch sitzen. Doch die Konferenz entwickelte sich laut dem türkischen Delegationsleiter und Vizepräsidenten Fuat Oktay zu einer Farce. Oktay verließ die Konferenz frühzeitig, nach dem auch der lybische General und starke Mann aus Bengasi, Khalifa Haftar, aus Palermo frühzeitig abreiste.

Oktay erklärte am Rande der Konferenz, dass die internationale Gemeinschaft mit eigenen Interessen an der Konferenz teilgenommen, in letzter Sekunde einseitig interveniert hätten. Oktay nannte dabei keine Namen. "Die Türkei verlässt die Konferenz aus tiefer Enttäuschung. Libyen braucht weniger Interventionen von außen" sagte Oktay weiter.

Vor seiner Abreise trafen sich Oktay und die EU-Chefin für Außenpolitik, Frederica Mogherini, am Rande der Konferenz in Palermo. An der Konferenz in Palermo nahmen auch weitere Spitzenpolitiker teil, darunter der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian und der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Das Amt des ägyptischen Präsidenten Abdel-Fattah al-Sissi, der sich für Haftar einsetzt, bestätigte, dass Haftar am 13. November mit Conte und anderen Führern am "Minigipfel" teilgenommen habe.

Die italienische Regierung hatte zur zweitägigen Konferenz eingeladen, in der Hoffnung, Fortschritte bei der Beendigung der Gewalt in Libyen zu machen und im Rahmen der Vereinten Nationen eine Wahl abzuhalten, die eine provisorische Regierung zum Ziel hat. Die Erwartungen waren jedoch groß und Haftars Lager machte bereits frühzeitig deutlich, dass Haftar nicht an der Konferenz selbst teilnehmen werde, sondern sich mit den Führern der Nachbarländer am Rande treffen will. Weder Haftar noch al-Sissi nahmen am Gruppenfoto der Konferenz teil.

Libyen stürzte während des arabischen Frühlings von 2011 in eine Gewaltspirale, der langjährige Diktator Muammar Gaddafi wurde dabei getötet. Seither herrscht im nordafrikanischen Land Chaos. Libyen wird von rivalisierenden Lagern im Osten und Westen regiert, die beide auf die Unterstützung von Milizen angewiesen sind und sich gegenseitig bekämpfen.

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