Poggenburg reizt nicht, er trumpft

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Poggenburg reizt nicht, er trumpft

15. Februar 2018 - 10:01
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Sachsen-Anhalts AfD-Parteichef André Poggenburg hat die Türkische Gemeinde unter anderem als "Kameltreiber" verunglimpft. Der Verbandsvorsitzende Sofuoglu prüft jetzt rechtliche Schritte. Ziemlich spät, wenn man die Reizfiguren betrachtet, die die gesellschaftlichen Rezeptoren ziemlich abgestumpft, ja sogar kastriert haben. Es ist schick in Deutschland, gegen Türkischstämmige, Migranten allgemein oder Flüchtlinge zu hetzen.

Poggenburg reizt nicht, er trumpft

Pirna / TP - Sachsen-Anhalts AfD-Parteichef André Poggenburg hat die Türkische Gemeinde unter anderem als "Kameltreiber" verunglimpft. Der Verbandsvorsitzende Sofuoglu prüft jetzt rechtliche Schritte. Ziemlich spät von Gökay Sofuoglu, der seinen Verband für den Wahlkampf 2019 in der Türkei rüstet, statt sich mit Reizfiguren zu beschäftigen, die in Deutschland die gesellschaftlichen Rezeptoren ziemlich abgestumpft, ja sogar kastriert haben. Es ist schick geworden, gegen Türkischstämmige, Islam, Migranten, Flüchtlinge, allgemein gegen Andere zu hetzen.

Diese Kümmelhändler haben selbst einen Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern am Arsch. Und die wollen uns irgendetwas über Geschichte und Heimat erzählen? Die spinnen wohl! Diese Kameltreiber sollen sich dahin scheren, wo sie hingehören.

Entsprechend feuchtfröhlich stimmte die AfD in Sachsen die neue "politische Wende" während des politischen Aschermittwochs ein. Zur "Jagd" blies AfD-MdB Jens Maier im sozialen Kurznachrichtendienst Twitter, wohl als Motivationsschub für eine Leibstandarde beim nächsten Aschermittwoch. Die AfD reizt nicht mehr die politischen Karten aus, sie trumpft nur mit den vorhandenen politischen Klischees, die in Deutschland von Integrations-, Islam- und Türkeiexperten verbreitet wurden. 

Die AfD trumpft mit diesen Klischees und ein Raunen geht durch Deutschland. Ziemlich schräg, die AfD dafür allein in Haftung zu nehmen, zumal die politische wie gesellschaftliche Skatrunde selbst hoch gepokert, die Grenzen neu ausgelotet haben. Sofuoglu ist der letzte, der sich über die Aschermittwochsrede des sächsischen Landtagsabgeordneten echauffieren kann. Schließlich fährt man selbst einen Kuschelkurs mit sämtlichen deutschen Parteien, deren Haarspalterei in Sachen Integrations-, Islam- und Türkeidebatten ebenfalls dazu beigetragen haben, dass die AfD so erstarken konnte.
 

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