Niederlande: DENK-Partei kommt ins Parlament

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Niederlande: DENK-Partei kommt ins Parlament

16. März 2017 - 00:48
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Die niederländische DENK-Partei hat am Mittwoch bei der Parlamentswahl in das Parlament geschafft. Gleich drei Migranten-Abgeordnete ziehen in das niederländische Parlament auf Anhieb ein.

Niederlande: DENK-Partei kommt ins Parlament

Amsterdam / TP - Die Migrantenpartei DENK hat es auf Anhieb geschafft, mit drei Abgeordneten in das niederländische Parlament einzuziehen. Laut den türkischstämmigen Abgeordneten Selcuk Öztürk und Tunahan Kuzu, die die Migrantenpartei gründeten, ist es ein Erfolg für die Einwanderer-Community in den Niederlande (vorläufige Zahlen, basierend auf 28 Prozent der ausgezählten Stimmen Stand 1 Uhr). Diese Zahl kann sich jedoch noch erhöhen , weil die Stimmen in den großen Städten, wo viele Menschen mit einem Migrationshintergrund leben, noch nicht gezählt sind.

DENK, die sich auch für die Belange der Einwanderer in den Niederlande einsetzt und durch die türkischstämmigen Abgeordneten Selcuk Öztürk und Tunahan Kuzu gegründet wurde, hat damit gezeigt, dass der Ausschluss von Einwanderern in der Politik dazu führt, eigene Parteien zu gründen und so die Politik mitzugestalten.

Öztürk und Kuzu waren lange Zeit in etablierten Parteien aktiv, wurden aber in ihren Aktivitäten eingeschränkt, zum Teil von der Partizipation ausgeschlossen und dann aus den Parteien gedrängt. Das führte dann zu der Gründung der eigenen Partei.

In Deutschland gibt es diese Bewegung ebenfalls. Neben der Migrantenpartei BIG-Partei will auch die Allianz Deutscher Demokraten in der politischen Landschaft mitmischen, hat aber seit geraumer Zeit mit erheblichen Problemen zu kämpfen, wie der Theologe und Journalist Christian Berlin in der Huffington Post unter dem Titel "Wie man aufmüpfigen Migranten den Mund stopft" berichtet.

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