Retourkutsche der Türkei - AfD kann in Istanbul auftreten

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Retourkutsche der Türkei - AfD kann in Istanbul auftreten

16. April 2017 - 01:16
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Während einer Rede des türkischen Aussenministers in der südtürkischen Stadt Antalya sagte Cavusoglu: "Wir werden ihnen den besten und größten Platz anbieten. Wir werden sagen: 'Bitte, lasst uns die Menschen nach Yenikapi rufen und dort eine Versammlung abhalten. Kommt her, wenn ihr wollt."

Retourkutsche der Türkei - AfD kann in Istanbul auftreten

Antalya / NEX / TP – Sollte eine in Deutschland kontrovers diskutierte deutsche Antimigrantenpartei in der Türkei einen Wahlkampfauftritt abhalten wollen, werde ihr das ermöglicht, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am gestrigen Samstag während einer Rede in Antalya.

Die rechtspopulistische AfD dürfe demnach auf dem Yenikapi-Platz in Istanbul eine Versammlung abhalten, wenn sie es wünsche und plane, so Cavusoglu.

Während seiner Rede in der südtürkischen Mittelmeerstadt Antalya sagte Cavusoglu: “Wir werden ihnen den besten und größten Platz geben. Wir werden sagen: ‘Bitte, lasst uns die Menschen nach Yenikapi rufen und dort eine Versammlung abhalten. Kommt her, wenn ihr wollt.”

Cavusoglu wies darauf hin, dass die Türkei die Demokratie und Freiheit verteidige. Cavusoglus “Einladung” hängt mit den Spannungen zwischen der Türkei, Deutschland und einigen anderen Ländern in Europa zusammen. Behörden dieser Länder hatten vor einigen Wochen, Auftritte türkischer Minister untersagt, was zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Ankara und der EU geführt hatte.

Ein weiterer Spannungspunkt waren die Aussagen mehrerer deutscher Politiker gegen die am heutigen Sonntag zur Volksabstimmung stehenden Verfassungsreform in der Türkei. Unter anderem hatte die AfD sich entschieden gegen Auftritte türkischer Minister in Deutschland ausgesprochen.

Diese gemeinsame Positionierung der EU gegen Zusammenkünfte ranghoher türkischer Politiker mit Auslandstürken führte zu scharfer Kritik vonseiten der Türkei, die diesen Ländern Einmischung in innertürkische Angelegenheiten vorwarf. Die Einladung der AfD wird daher als Retourkutsche verstanden.

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