Trump will Fethullah Gülen ausliefern

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Trump will Fethullah Gülen ausliefern

16. Dezember 2018 - 20:44
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Auf dem G20 Gipfel in Argentinien habe US-Präsident Donald Trump seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan Erdogan zugesichert daran zu arbeiten Fethullah Gülen auszuweisen, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu heute in Doha.

Trump will Fethullah Gülen ausliefern

Doha / NEX – US-Präsident Donald Trump soll während des G20 Gipfels in Argentinien seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan zugesichert haben, in Zusammenhang mit der Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen, zu arbeiten. Das sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Sonntag in Doha.

Die bisherigen Auslieferungsgesuche seitens der Türkei, Gülen den türkischen Behörden zu übergeben, verliefen bislang fruchtlos, auch weil das Justizministerium nicht alle Akten aus der Türkei vom US-Außenministerium erhalten hat. Nach bisherigen Informationen hält das US-Außenministerium die Akten zurück, verzögert dadurch das gesamte Prozedere zum Auslieferungsersuchen. In Doha sprach der türkische Außenminister Cavusoglu allerdings heute von neuen Entwicklungen in der Angelegenheit.

Bei dem 18.DOHA-FORUM in Katar teilte Mevlüt Cavusoglu den Gästen mit, dass Donald Trump an der Ausweisung Gülens arbeite. Das habe er auf dem G20-Gipfel Erdogan mitgeteilt. „In Argentinien sagte Trump zu Erdogan, dass er daran arbeite Gülen auszuliefern.“ so Cavusoglu wörtlich. Er habe zudem auch FBI Berichte einsehen können, die die Steuerhinterziehung der Gülen-Organisation dokumentieren soll.

Die türkische Regierung beschuldigt Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen am Staatsstreich beteiligte Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht zu haben, den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu entführen oder zu töten.

248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Dem Prediger wird des Weiteren vorgeworfen, mit der Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

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