Außenminister Çavuşoğlu: "Wir wollen mit allen Staaten gute Beziehungen"

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Außenminister Çavuşoğlu: "Wir wollen mit allen Staaten gute Beziehungen"

17. April 2018 - 00:13
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Der türkische Außenminister machte aber auch deutlich, dass es niemand gelingen werde, die Beziehungen der Türkei zu weiterhin Staaten zu "stören oder zu behindern"

Außenminister Çavuşoğlu: "Wir wollen mit allen Staaten gute Beziehungen"

In dem Zusammenhang kritisierte Çavuşoğlu bei einer Pressekonferenz nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg am heutigen Montag in Ankara den französischen Präsidenten Einmal Macron. Letzterer hatte vor Tagesfrist in einem Fernsehinterview mit Blick auf die Luftangriffe in Syrien gesagt: "Wir haben Russland und die Türken bei diesem Thema auseinander gebracht."

Mevlüt Çavuşoğlu: "Macron hat sich in seiner diesbezüglichen Einschätzung geirrt". Die Türkei und Russland seien zwar manchmal "unterschiedlicher Ansicht" und hätten "in manchen Dingen unterschiedliche Auffassungen über Lösungsansätze, doch so Çavuşoğlu, "unsere Beziehungen sind aber nicht dermaßen schwach, dass der französische Präsident sie brechen könnte". Man werde auch mit Moskau im Gespräch bleiben. 

Russland und die Türkei stehen, beispielsweise in der Syrien-Frage auf unterschiedlichen Seiten: Russland ist, neben Teheran, einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Regimeherrschers Baschar Assad. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hingegen hatte am Samstag die Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf bestimmte Ziele in Syrien begrüßt. Ferner unterstützt Ankara die syrische Opposition im Kampf gegen das Assad-Regime. Sowohl Ankara als auch Moskau sind jedoch wichtige Bestandteile des sogenannten Astana-Prozeßes zur Lösung des syrischen Konflikts. 

Çavuşoğlu versicherte jedoch auch, die Beziehungen seines Landes zu Russland seien "keine Alternative" zur NATO. NATO-Chef Stoltenberg, lobte auf der Pressekonferenz erneut die Türkei für ihren Einsatz innerhalb des Militärbündnisses.

Stoltenberg: "Die Türkei tut wirklich viel für unsere Allianz, trotz aller ernsten Bedrohungen, denen sie gegenübersteht". Die Türkei leide am meisten von allen Bündnispartnern unter den Unruhen in der Region, fügte Stoltenberg hinzu.
 

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