ÖPNV wieder rund um die Uhr in Ankara unterwegs

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ÖPNV wieder rund um die Uhr in Ankara unterwegs

18. November 2017 - 15:35
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Seit dem gestrigen Freitag (17/11) können Bewohner und Gäste der türkischen Hauptstadt Ankara wieder 24 Stunden am Tag auf öffentliche Transportmittel zurückgreifen. 35 Buslinien in neun Stadtbezirken machten den Anfang

ÖPNV wieder rund um die Uhr in Ankara unterwegs

Der Verkehr der Buslinien wird dabei im gleichen Takt, wie den übrigen Tag über, bis um 02.00 Uhr in der Nacht aufrechterhalten . Nach diesem Tageszeitpunkt verkehren die Busse dann im Ein-Stunden-Takt, bevor um 06.00 Uhr morgens dann wieder der normale Tages-Takt beim Busverkehr wieder aufgenommen wird.

Auch der Ubahn-Verkehr wurde nunmehr in der türkischen Hauptstadt ausgeweitet: Die Metro-Züge sind, ebenfalls seit gestern, in Ankara bis 01.00 Uhr auf allen Strecken unterwegs. Allerdings ergaben Testdurchläufe, die das Verkehrsministerium in den U-Bahn-Linien durchführen liess, dass es derzeit aus technischen Gründen nicht möglich sei,die Ubahnen über die ganze Nacht hindurch fahren zu lassen. Trotzdem werde man diesbezüglich weiter daran arbeiten, die bestehenden Probleme zu beseitigen, teilte der neue Oberbürgermeister von Ankara, Mustafa Tuna, mit.

Laut Ankaras OB orientieren sich die Veränderungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der türkischen Hauptstadt sowohl an den beruflichen, wie privaten, Interessen und Notwendigkeiten der Bevölkerung der Hauptstadt.

Ganz neu ist das alles allerdings auch nicht, denn bereits im Jahr 2014 hatte der seinerzeitige Oberbürgermeister Melih Gökçek einen nächtlichen Busverkehr auf insgesamt 31 Linien Ankaras eingeführt. Nach nur 22 Tagen revidierte Gökçek dann seine Entscheidung wieder, da das entsprechende Fahrgastaufkomnen nicht ausreichend gewesen sei.

Eine kostendeckende Auslastung der nunmehr zusätzlich verkehrenden Ubahnen und Busse wird man auch nunmehr mit Sicherheit nicht erreichen, der entsprechende Verkehr in den Nachtstunden wird mit Sicherheit ein Zuschuss-Betrieb sein. Doch in Zeiten eines, auch international bedingten, Wandels des Arbeitslebens der Menschen in der Türkei und der wachsenden Industrialisierung der Wirtschaft in den größeren Städten und deren näheren Umgebung, ist eine derartige Ausweitung des ÖPNV, nicht nur in Ankara unumgänglich. 

Schließlich geht Letzteres oftmals durchaus mit einer Einführung oder Ausweitung von Arbeitsabläufen einher, die im Mehr-Schichtsystem ablaufen. Das bedeutet auch für immer mehr Beschäftigte beispielsweise die Leistung von Nachtschichten. Und die Bewältigung der Strecke von der Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück mit Bus oder Ubahn ist auch für diese Arbeiter und Angestellte alle Mal umweltverträglicher und gesundheitlich-sozial verträglicher. 

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