Christen begrüßen Pläne der türkischen Regierung

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Christen begrüßen Pläne der türkischen Regierung

22. August 2011 - 22:15
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Christliche Stiftungen haben eine neue in Kraft gesetzte Verordnung der türkischen Regierung begrüßt. Ein Großteil der nicht ortsveränderlichen Güter wird rückübereignet

Nach einer neuen Verordnung die durch den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in die Wege geleitet wurde, sollen Stiftungen christlicher Minderheiten einen Großteil ihrer konfisziert Liegenschaften zurück erhalten. Wie die CNN-Türk meldet, wurde die Gesetzesvorlage vom türkischen Parlament angenommen. Liegenschaften wie Kirchen, Häuser, Grundstücke, Geschäfte und Läden sollen an die Stiftungen zurückgeben werden.

In Istanbul sollen demnach alleine über 30 Güter an die Armenische-Orthodoxe Kirche überschrieben werden. Die Griechisch-Orthodoxe Kirche sowie griechischstämmige Türken können darauf hoffen, mehr als 157 Liegenschaften zurückzuerhalten. Die Chaldäisch-Katholische Kirche sowie die Assyrische Kirche sollen auch von der neuen Verordnung profitieren, hieß es in der Meldung.

Die neue Verordnung wurde im Rahmen einer Zusammenkunft von Vertretern der christlichen Minderheit beim gemeinsamen Fastenbrechen von Ministerpräsident Erdogan überraschend angekündigt. Vertreter der Minderheiten begrüßten die Entscheidung und hoffen nun auf eine schnelle Umsetzung. Unter den Immobilien sollen sich auch Liegenschaften auf der zweitgrößten Insel der Prinzeninseln im Marmarameer, Heybeliada sowie in Tuzla befinden, darunter Kirchen, Klöster und Schulen.

Aufgrund von Beschlüssen des türkischen Verfassungsgerichtshofes musste 1970 neben zahlreichen Moscheen auch das Priesterseminar der armenischen Christen in Üsküdar (Heilig-Kreuz-Seminar) den Lehrbetrieb einstellen und im Sommer 1971 das 1844 gegründete griechisch-orthodoxe Priesterseminar von Halki die Pforten schließen. Bereits 1936 hatte die Türkei Immobilien der Chaldäisch-Katholischen Kirche sowie der Assyrischen Kirche konfisziert und in das Amt für Stiftungsverwaltung übertragen, da sie nach dem Vertrag von Lausanne aus dem Jahr 1923 nicht unter den Minderheitenschutz fielen.

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