Niederlande und der Völkermord - Mehr Politik als Wahrheit

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Niederlande und der Völkermord - Mehr Politik als Wahrheit

23. Februar 2018 - 12:59
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Das niederländische Parlament hat den sogenannten "Völkermord" an Armeniern im Osmanischen Reich anerkannt. Die Abgeordneten stimmten dem Antrag mit 142 zu 3 Gegenstimmen zu. Acht enthielten sich.

Tunahan Kuzu von der Partei DENK

Den Haag / TP - Das niederländische Parlament hat den sogenannten "Völkermord" an Armeniern im Osmanischen Reich anerkannt. Die Abgeordneten stimmten dem Antrag mit 142 zu 3 Gegenstimmen zu. Acht enthielten sich. Die niederländische Regierung will die Anerkennung selbst nicht anerkennen. Auch hier spielt wohl die Politik eine übergeordnete Rolle als die Wahrheitsfindung selbst. Entsprechend scharf verurteilte der niederländische DENK-Abgeordnete Tunahan Kuzu vor der Abstimmung die Parteien D66, VVD, CDA und CU. Sie hätten noch vor einem Jahr den selben Entwurf in die Schublade gesteckt.

Der Entwurf wurde eiligst eingebracht, in einer Zeit in der das Verhältnis zwischen der Türkei und den Niederlanden bereits am Tiefpunkt war. Nach dem die Niederlande mehrere Auftritte von türkischen Ministern untersagte hatte und es dann schließlich zum Eklat kam, konnte der niederländische Botschafter in Ankara fast ein Jahr nicht mehr seinen Tätigkeiten als Vertreter der Niederlande in der Türkei nachgehen. Anfang Februar setzte die Niederlande ihren Botschafter formell aus Ankara zurückgerufen. Jetzt folgte der nächste Coup: die Anerkennung.
 

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