Erdogan: Entscheidung des EU-Parlaments tangiert uns nicht

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Erdogan: Entscheidung des EU-Parlaments tangiert uns nicht

23. November 2016 - 09:42
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Während sich im Europäischen Parlament eine breite Mehrheit für das Einfrieren der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei abzeichnet und am Donnerstag über eine entsprechende Resolution entscheiden wollen, hat der türkische Staatspräsident Erdogan am Mittwoch im Vorfeld erklärt, es werde die Türkei in keinster Weise tangieren, was die EU-Parlamentarier entscheiden. Darüber hinaus forderte Erdogan alle Staaten auf, sich aus der Umklammerung der USA und EU zu befreien.

Erdogan: Entscheidung des EU-Parlaments tangiert uns nicht

Während sich im Europäischen Parlament eine breite Mehrheit für das Einfrieren der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei abzeichnet und am Donnerstag über eine entsprechende Resolution entscheiden wollen, hat der türkische Staatspräsident Erdogan am Mittwoch im Vorfeld erklärt, es werde die Türkei in keinster Weise tangieren, was die EU-Parlamentarier entscheiden. Darüber hinaus forderte er alle Staaten auf, sich aus der Umklammerung der USA und EU zu befreien.

Istanbul / TP - Der türkische Präsident Erdogan hat vor der geplanten Resolution des Europäischen Parlaments zum Einfrieren der EU-Beitrittsgespräche erneut die Rote Karte gezeigt. Erdogan erklärte während einer Rede in Istanbul, die Entscheidung des EU-Parlaments werde die Türkei in keinster Weise tangieren. Erdogan erklärte, "Was auch immer die Parlamentarier entscheiden, sie sollten im Vorfeld Wissen, dass die eine oder andere Entscheidung die Türkei nicht im geringsten berühren wird."

Erdogan erklärte des Weiteren, dass die Unabhängigkeit oder die Zukunft der Türkei nicht mit Handheben der EU-Parlamentarier entschieden werde. Vielmehr zeige die EU damit offen, dass sie Terrororganisationen nachwievor schütze, auf wessen Seite sie eigentlich stehe, so Erdogan. Erdogan rief alle befreundeten Staaten dazu auf, darunter die afrikanischen und asiatischen Länder, die weiterhin anhaltende Unterdrückungspolitik von sich zu schütteln und sich energisch dagegen zu stemmen. Erdogan weiter: "Wenn wir es jetzt nicht tun, werden sie mit diesem Gebaren weitermachen. Sie werden blutige Diktatoren mit roten Teppichen empfangen und andere zu Diktatoren erklären, die ihnen widersprechen, sie kritisieren."

Während der Chef der sozialistischen Fraktion, Gianni Pitella, sich für eine Aussetzung positionierte sagte er: "Wir sind offen für einen Dialog in der Zukunft.“ Die Fraktionsführerin der Grünen, Rebecca Harms, sagte: "Es wäre für mich sehr traurig, wenn nach zwölf Jahren Engagement in der Türkeipolitik wir sämtliche Brücken in die Türkei verlieren würden.“ Die EU-Aussenbeauftragte und Vize-Präsidentin der EU-Kommission Federica Mogherini befürwortete während der Debatte jedoch, die Gesprächskanäle offen zu halten. Das alleine sei der beste Weg, die Demokratie in der Türkei zu stärken. "Wir brauchen einen regelmäßigen, gegenseitigen Dialog.“

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