Erdogan: Nach al-Bab werden wir uns Manbidsch zuwenden

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Erdogan: Nach al-Bab werden wir uns Manbidsch zuwenden

23. November 2016 - 03:59
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Der türkische Staatspräsident hat die USA aufgefordert, ar-Raqqa gemeinsam mit der Allianz von der IS zu befreien und Terrororganisationen aussen vor zu halten. Man werde es wohl noch gemeinsam ohne Terroristen schaffen, eine handvoll IS-Terroristen aus dem Land zu jagen, erklärte der türkische Präsident. Erdogan erklärte des Weiteren, nach der Befreiung al-Bab vom Islamischen Staat, werde man Manbidsch von der PYD - YPG befreien.

Erdogan: Nach al-Bab werden wir uns Manbidsch zuwenden

Ankara / TP - Der türkische Staatspräsident Erdogan hat während einer Konferenz in Ankara am Dienstag die US-Regierung in Syrien aufgefordert, die wenigen noch verbliebenen Terroristen des Islamischen Staates aus der nordsyrischen Stadt ar-Raqqa gemeinsam zu vertreiben. Erdogan zufolge dürfe die USA sich nicht der militanten Kräfte der PYD bedienen, um die Stadt von der IS zu befreien.

Erdogan während der Rede zu al-Bab und Manbidsch: "Zur Zeit stehen wir vor al-Bab, al-Bab ist auch im Westen eingekreist, belagert. Das reicht aber nicht aus, wir werden jetzt uns ausserdem Manbisch zuwenden. Nach Manbidsch gehen wir nicht, weil wir sehr neugierig sind. In Manbisch ist die PYD, ist auch die YPG. Die müssen auch Manbidsch verlassen, nach Osten zurückkehren. Das haben wir bereits gesagt. Man hat uns gesagt "sie gehen", wir haben gesagt "sie müssen gehen". Bis jetzt behauptet man, ein Teil sei gegangen. Wir wollen aber, dass sie alle Manbidsch verlassen. Wir werden alles unternehmen, um die PKK-Frage, die IS-Frage, den konfessionellen Konflikt im Kern ein für allemal aus der Welt zu schaffen."

Unterdessen kommt es immer wieder zwischen der Freien Syrischen Armee und YPG-Milizen zu heftigen Gefechten nordöstlich von al-Bab. Der anfängliche Vorstoß der YPG in Richtung al-Bab scheint syrischen Beobachterstellen zufolge zum stehen gekommen sein. Die türkische Luftwaffe flog in der gestrigen Nacht Luftangriffe auf Ziele der YPG in Sab Wiran und Ulashli, um die Operation "Schutzschild Euphrat" an der rechten Flanke zu schützen, heißt es in einer Mitteilung des türkischen Generalstabs.

Die YPG meldete, sie habe zwei türkische Söldner getötet. Dabei handelt es sich nach ersten Angaben um einen Mitarbeiter aus der Region selbst, der für den türkischen Katastrophenschutz AFAD aktiv war und um einen Dorfbeschützer aus der Region, die von der Miliz getötet wurden. Sie sollten in den IS-befreiten Gebieten helfen, die Infrastruktur wiederherzustellen bzw. die Ordnung aufrechtzuerhalten.

 

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