Nach Luftangriff auf türkische Armee Ankara in Ausnahmezustand

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Nach Luftangriff auf türkische Armee Ankara in Ausnahmezustand

24. November 2016 - 11:31
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Nach dem Luftangriff auf Stellungen türkischer Sondereinheiten des Militärs westlich der nordsyrischen Stadt al-Bab mit drei toten und zehn verletzten Soldaten ist in Ankara ein Krisenstab gebildet worden. Der türkische Generalstab macht das syrische Regime für den Luftangriff verantwortlich.

Nach Luftangriff auf türkische Armee Ankara in Ausnahmezustand

Ankara / TP - Nach einem Luftangriff auf Stellungen türkischer Streitkräfte in Nordsyrien laufen in Ankara die Telefone heiß. Laut türkischen Medienberichten sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu kurzfristig einen Termin im Nordosten des Landes ab, ist inzwischen in Ankara angekommen. Der türkische Ministerpräsident Yildirim ließ sich telefonisch von Generalstabschef Akar und Verteidigungsminister Isik über den letzten Stand aufklären. Inzwischen soll ein Krisenstab gebildet worden sein, um den Luftangriff auf türkische Stellungen in der Nähe von al-Bab zu bewerten.

Der türkische Generalstab hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die türkischen Streitkräfte westlich von al-Bab in den frühen Morgenstunden angegriffen wurden. Dabei spricht man von einem Luftangriff des syrischen Assad-Regimes. 10 verletzte und 3 tote Soldaten sollen inzwischen in die Türkei überführt worden sein. 

An der Grenzregion zu Syrien in Kilis trafen sich bereits in den frühen Morgenstunden Generalstabschef Hulusi Akar sowie der Generalkommandeur der Sondereinheiten des Militärs, Salih Zeki Colak. Akar teilte später mit, es sei ein Zufall, dass dieses Treffen in Kilis stattfand.

Die türkische Armee war im August dieses Jahres in Nordsyrien einmarschiert und hat inzwischen weite Teile östlich von Aleppo unter der Kontrolle der Freien Syrischen Armee FSA gebracht. Das Bündnis zwischen türkischen Streitkräften und FSA-Milizen bekämpft dort im Rahmen ihrer Operation “Schutzschild Euphrat” die Kurden-Milizen der YPG und des IS. Die YPG ist der syrische Ableger der Terrororganisation PKK und kämpft ihrerseits mit westlicher Unterstützung gegen den IS. Während der Operation kamen bislang 16 türkische Soldaten ums Leben.
 

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