Türkische Regierung zum Horror-Video: Aufpassen!

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Türkische Regierung zum Horror-Video: Aufpassen!

27. Dezember 2016 - 20:23
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Die türkische Regierung kann das Horror-Video um die Verbrennung zwei mutmaßliche türkische Soldaten zur Zeit nicht kommentieren. Zu gegebener Zeit werde man die Medien informieren, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Kurtulmus.

Der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus

Ankara / TP - Noch immer erregt das Horror-Video die türkische Öffentlichkeit wie auch das türkische Parlament. Bislang hat die türkische Regierung oder der türkische Generalstab keine dahingenden Aussagen getroffen, ob es sich bei den Opfern der Barbarei durch die Terrormiliz IS um türkische Soldaten handelt, wie es im Video von der IS dargestellt wird. 

In der vergangegen Woche hatte die IS ein Video veröffentlicht, in der mutmaßlich zwei türkische Soldaten lebendig verbrannt werden. Danach war ein heftiger Streit darüber ausgebrochen, ob man solche Grausamkeiten verbreiten darf, obwohl noch nicht gesichert ist, ob es sich bei den Opfern um Armeeangehörige handelt. Kritiker erklärten, dass die Absicht der Terrormiliz, Propaganda zu betreiben und die Moral der Türken im Kampf gegen den weltweiten Terror zu erschüttern, damit ein Bärendienst erwiesen werde, wenn man dem Glauben schenke. Befürworter nutzten hingegen das Video zur Kritik an der Regierung und am Festhalten an der Militäroperation in Nordsyrien.

Am Dienstag trat der stellvertretende Ministerpräsident Kurtulmus vor die Presse, um die jüngsten Ereignisse anzusprechen und die Fragen der Reporter zu beantworten. Auf die Frage eines Cumhuriyet-Journalisten, was die türkische Regierung zu den Behauptungen über das Horror-Video zu sagen habe, erklärte Kurtulmus: "Über das Video und die Bilder haben wir noch keine gesicherten Erkenntnisse. Aber ich danke Ihnen, dass sind die überlsten Mechanismen, mit denen die weltweiten Terrororganisationen arbeiten. Mit der Veröffentlichung von Videos wollen sie die Gesellschaft verängstigen, in die Ausweglosigkeit leiten. Sie wollen, dass alle vor sich selbst Angst haben, die Medien müssen aufpassen, über was sie da berichten. Die sozialen Medien sind keine Plattform, auf der man auf verantwortungslose Weise Sendungen verbreitet. Die Türkei befindet sich in einem Krieg mit dem IS (Daesh)."

Kurtulmus erklärte des Weiteren, dass solche Videos nicht geteilt werden sollten, um das Volk zu demoralisieren, das sei keine Vaterlandsliebe. Vielmehr müsse man Verantwortung zeigen, so wie die meisten Medien im Land, die seit geraumer Zeit auf solche Propagandamittel sensibel reagiere, so Kurtulmus weiter.

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