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Erdogan verteidigt Luftangriffe gegen Kritik

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Erdogan verteidigt Luftangriffe gegen Kritik

30. April 2017 - 12:28
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Der türkische Präsident Erdogan hat die Kritik aus dem Ausland gegen die Luftangriffe auf die Terrororganisationen PKK und YPG abgewehrt: "In einer Nacht können wir unerwartet kommen"

Erdogan vor dem Unternehmerverband TÜMSIAD

Istanbul / TP - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Kritik aus dem Ausland gegen die Luftangriffe Anfang der Woche mit scharfen Worten zurückgewiesen. Die türkische Luftwaffe hatte nach eigenen Angaben terroristische Ziele im Nordosten Syriens und die Region Sindschar im Nordwesten Iraks ausgeschaltet. Dabei sollen nach Erkenntnissen des Generalstabs allein am vergangenem Dienstag 70 Terroristen getötet worden sein.

Erdogan erklärte am vergangenem Freitag  während einer Rede in Istanbul vor dem türkischen Unternehmerverband TÜMSIAD, dass die Türkei das einzige Land sei, dass die Terrormiliz IS direkt und effektiv in Syien und im Irak bekämpfe. "Das heißt, wenn die USA als Großmacht sowie andere Koalitionskräfte mit der Türkei Hand in Hand arbeiten würden, wäre Ar-Raqqa längst das Grab für die Terrormiliz." sagte Erdogan und führte weiter an: "Wenn wir diese Aufgabe allein ihnen überlassen, werden wir wohl weitere Opfer hinnehmen müssen".

In Tal Afar und Sindschar habe die türkische Luftwaffe bei Operationen rund 220 Terroristen getötet. "Was ist in Tal Afar und Sindschar passiert? Wir haben gesehen, dass da nichts passiert und sind eingeschritten. Warum? Weil man mit diesem Volk nicht herumspielen kann. Alle werden das sehen. Daher, wenn der Zeitpunkt, wenn die Zeit gekommen ist, werden wir genau Wissen, was zu tun ist. In einer Nacht können wir unerwartet kommen." erklärte Erdogan.

Nach den unerwarteteten Luftangriffen hatten die USA sowie Russland die Operationen kritisiert. Die USA und ihre Verbündeten erklärten u.a., dass die türkische Luftwaffe sie erst kurz vor der Operation darüber informiert habe. Inzwischen haben Bodentruppen der USA entlang der Sindschar-Region in Stellungen der YPG, dem syrischen Ableger der PKK, Position eingenommen. Die türkische Luftwaffe hingegen erklärte, man habe nach den Grenzzwischenfällen weitere Luftangriffe auf Stellungen der PKK und YPG im Nordirak geflogen und dabei rund 14 Terroristen getötet.

Die türkischen Medien berichten, dass das türkische Militär entlang der Grenze zu Syrien und Irak, insbesondere am Dreiländereck konzentriert und verstärkt worden ist und das es weiterhin Zwischenfälle gibt, bei der die YPG auf Grenzposten des türkischen Militärs das Feuer eröffnet. Reuters meldete, dass die an YPG-Positionen verlegten US-Bodentruppen laut einem YPG-Kommandeur, nur als Beobachter fungieren. Türkische Medien werten dies übereinstimmend als ein Doppelspiel des US-Präsidenten Trump.

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