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Nach Festnahme Gültan Kisanak - Diyarbakir versinkt im Müll

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Nach Festnahme Gültan Kisanak - Diyarbakir versinkt im Müll

30. Oktober 2016 - 15:35
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Nach 4 Tagen versinkt aufgrund des Widerstandaufrufes der kurdisch-nationalistischen Partei HDP zur Festnahme der Oberbürgermeisterin Gültan Kisanak, die südosttürkische Metropole Diyarbakir im Müll. Bewohner helfen sich inzwischen selbst aus.

Nach Festnahme Gültan Kisanak - Diyarbakir versinkt im Müll

Diyarbakir / TP - Vier Tage ist es her, dass die Oberbürgermeisterin Gültan Kisanak und der Co-Oberbürgermüster Firat Anli von der Polizei vorläufig festgenommen wurden. Ihnen wirft die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakir Terrorismusunterstützung sowie Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vor. Am Sonntag wurden Kisanak und Anli nach einer Befragung durch die Generalstaatsanwaltschaft in das Justizpalast in Diyarbakir gebracht.

In der Zwischenzeit versinkt jedoch die Millionenstadt im Müll. Ganze Straßenzüge sind davon betroffen. Die Bewohner und Geschäfte versuchen sich jetzt auch selbst zu helfen und sammeln den Müll in großen Tüten ein, um der Geruchsbelästigung zu entgehen, Ungeziefer  und Rattenplage erst nicht aufkommen zu lassen. Vor allem die Geschäfte sind darüber ausser sich, denn der Geruch ist auf Dauer in den Räumen unerträglich geworden, berichtet ein Inhaber, der mit Nachbarn einen Müllberg vor dem Geschäft aufsammelt und eintütet.

Grund dafür ist der Widerstandsaufruf der kurdisch-nationalistischen Partei HDP, die am vergangenem Donnerstag durch den Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtas angekündigt wurde. Seither fahren nur noch vereinzelt Müllfahrzeuge vom städtischen Betriebshof, die mit dem Müllaufkommen der Millionenstadt nicht fertig werden. Die meisten städtischen Mitarbeiter der Müllentsorgungsbetrieber haben sich dem Aufruf angeschlossen, auch weil Lohnfortzahlung besteht und damit keine Einbußen zu erwarten ist.

Nun hat sich der Provinzgouverneur von Diyarbakir eingeschaltet und den städtischen Betrieb angewiesen, die fachgerechte Entsorgung des Mülls wiederaufzunehmen. Andernfalls werde man die Mitarbeiter und den städtischen Betrieb in regres nehmen und strafrechtliche Schritte einleiten, so der Gouverneur Aksoy.

 

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