Absprache zwischen YPG und IS um Rakka

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Absprache zwischen YPG und IS um Rakka

31. Mai 2017 - 22:27
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Das russische Verteidigungsministerium ist sich sicher, dass die terroristischen kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) mit der Terrormiliz IS Verhandlungen um den Abzug aus Rakka und weiteren Gebieten führten. Das teilte der russische Außenminister Lawrow während eines Treffens mit dem Amtskollegen aus Zambia mit.

Absprache zwischen YPG und IS um Rakka

Moskau / TP - Der russische Außenminister Sergie Lawrow teilte nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen aus Zambia während einer Pressekonferenz mit, dass die Demokratische Kräfte Syriens (SDF-Verbände) unter der Führung der Terrororganisation YPG, Verhandlungen mit der Terrormiliz IS um Rakka führten. Lawrow zufolge hätte die kurdische YPG der IS einen freien Korridor in Richtung Palmyra zugesichert, damit die Terrormiliz sicher aus Rakka abziehen kann.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Einnahme der Stadt Tabqa und Übernahme des Euphrat-Staudamms am Lake Assad Verhandlungen vorausgingen. Das US-Pentagon räumte ein, dass der vollständigen Übernahme der Kontrolle über die Stadt und den Staudamm Verhandlungen vorausgingen. Deren Ergebnis war, dass der IS abziehen durfte.

So sollen berichten zufolge bereits Anfang Mai Verhandlungen zwischen der YPG und der IS über die Einnahme der Stadt am Lake Assad und dem Staudamm vorausgegangen sein, ehe sie von den YPG Mitte Mai als großer Sieg über die IS propagiert wurde. Der Staudamm, die Stadt Tabqa und der Nahe Flugplatz östlich der syrischen Stadt Rakka sind strategisch von großer Bedeutung für die Befreiung der Stadt Rakka am mittleren Euphrat im Osten von Syrien.

Das russische Verteidigungsministerium hatte daraufhin vor Tagen angekündigt, jede Bewegung der Terrormiliz ungeachtet der Abmachungen zwischen anderen Parteien, jederzeit und überall zu bekämpfen. Laut dem russischen Nachrichtenportal Sputnik wurde Anfang der Woche ein Konvoi von 32 Fahrzeugen zwischen Rakka und Palmyra aus der Luft bekämpft. Dabei sollen etwa 120 Kämpfer der Terrormiliz IS getötet worden sein.

Die YPG wird von der Türkei als terroristische Vereinigung eingestuft. Sie gilt als der verlängerte Arm der PKK in Syrien und wurde durch die Partei der Demokratischen Union (PYD) gegründet, die selbst auf Beschluss der PKK 2003 in Syrien gegründet wurde.

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Es ist 1 Kommentar vorhanden

MA

Es gab und gibt keine Absprache zwischen den SDF und dem IS um Rakka (siehe Artikel), sondern es gibt die Aussage des russichen Außenministers (der in den letzten Jahren nicht immer nur durch die reine Wahrheit aufgefallen ist..), dass es zwischen den SDF und dem IS Gespräche um Rakka gegeben haben könnte. Dass also die SDF den IS evtl. aufgefordert haben, die Stadt freiwillig zu räumen. Allerdings hat Herr Lawrow natürlich auch ein Eigeninteresse, so eine Absprache zu erfinden, da er so nicht nur die Amerikaner diskreditieren kann, sondern auch gleich für die Zukunft ein gutes Argument dafür hat, wem er öffentlich angreifen/beschuldigen kann, wenn die von ihm unterstützte syrische Armee bei Palmyra gegen IS-Kämpfer kämpft. Unabhängig davon darf aber so gut wie ausgeschlossen werden, dass es tatsächlich zu einer solchen Absprache zwischen SDF und IS um Rakka kommt, wenn man mal bedenkt, dass Rakka die Hauptstadt des IS ist und wie erbittert der IS um Mossul gekämpft hat.