Türkei: Wie konnte die Terrormiliz IS 16 Soldaten töten

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

Türkei: Wie konnte die Terrormiliz IS 16 Soldaten töten

31. Dezember 2016 - 01:31
Kategorie:
0 Kommentare

Das türkische Ministerkabinett glaubt in Zusammenhang mit den Selbstmordanschlägen der Terrormiliz IS im Norden von al-Bab nicht an einen Zufall und hat eine Krisensitzung einberufen.

Türkei: Wie konnte die Terrormiliz IS 16 Soldaten töten

Ankara / TP - Der Verdacht erhärtet sich, dass die 16 türkischen Militärs im Rahmen der Operation "Schutzschild Euphrat" während der Operationen in al-Bab, nicht ohne Hilfe und nötigen Equipment getötet werden konnten. Laut übereinstimmenden türkischen Medienberichten, ist inzwischen auch das Ministerkabinett zusammen gekommen, um den Vorfall genauer zu prüfen.

Dabei geht es um die Selbstmordanschläge, ausgeübt durch die Terrormiliz IS, auf eine türkische Militäreinheit im nordsyrischen al-Bab. Dabei waren am 22. Dezember 16 türkische Soldaten einer kleinen Eliteeinheit getötet worden. 

Seit geraumer Zeit warfen türkische Medien Berichte von mutmaßlichen Angehörigen der Opfer und Experten in den Raum, wonach zur Tatzeit im Norden von al-Bab dichter Nebel sowie sehr schlechte Wetterverhältnisse herrschten. Experten schlossen daher nicht aus, dass der gezielte Angriff auf die Militäreinheit nicht ohne entsprechende Informationen und Equipment der Selbstmordattentäter der Terrormiliz IS zu bewerkstelligen war.

Das Medieninteresse führte am Freitag dazu, dass das Ministerkabinett in einer Krisensitzung zusammen kam, um sich über den Generalstab sowie Nachrichtendienste informieren zu lassen. Laut der Reporterin der Tageszeitung Hürriyet, Nuray Babacan, wurden dabei auch die Wetterbedingungen angesprochen, wonach zu der Zeit sehr dichter Nebel geherrscht, die Militäreinheit trotz vorgelagerten Posten von motorisierten Selbstmordattentätern und Mörserbeschuss geradezu überrascht wurden. Der Angriff sei von vier Punkten aus und zielgerichtet erfolgt. 

Des Weiteren berichtet die Hürriyet, dass der Angriff unter anderem unter Zuhilfenahme nachrichtendienstlicher aktueller Informationen sowie entsprechender Technik erfolgt sein könnte, weil man der Terrormiliz IS diese Präzision und Fähigkeit unter den gegebenen Umständen nicht zutraut.

weitere Informationen zum Artikel
Bewertet: 
Noch nicht bewertet