Terroranschlag Istanbul: Fußballverein Besiktas meldet Todesopfer

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Terroranschlag Istanbul: Fußballverein Besiktas meldet Todesopfer

11. Dezember 2016 - 02:07
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Bei dem gestrigen Terroranschlag in Istanbul sind laut Angaben des türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul ein Mitglied des Gremiums sowie ein Mitarbeiter getötet worden. Der stellvertretende Ministerpräsident sowie der Innenminister geben zur Stunde ein Statement ab.

Terroranschlag Istanbul: Fußballverein Besiktas meldet Todesopfer

Istanbul / TP - Bei den Bombenanschlägen in Istanbul, die mutmaßlich gegen die Polizei vor dem Stadion gerichtet war, sind nach Angaben des Erstligisten Besiktas Istanbul auch Mitglieder bzw. Mitarbeiter des Fußballvereins getötet worden. Zur Stunde geben der stellvertretende Ministerpräsident sowie der Innenminister ein Statement ab.

Nach der ersten Explosion einer in Bewegung befindlichen Autobombe vor dem Stadion selbst, sprengte sich 45 Sekunden später laut dem stellvertretendem Ministerpräsidenten Numan Kurtulmus eine weitere Person, der von der Polizei umstellt war. Innenminister Soylu erklärte, das nach dem Spiel zwischen Besiktas JK Istanbul und Bursa Spor, die Fans kontrolliert aus dem Stadion begleitet wurden. Kurz nach 22.20 Uhr Ortszeit soll dann ein Fahrzeug sich dem Ausgang des Stadions zubewegt und dabei in die Luft gesprengt haben. Ein weiterer Attentäter soll 45 Sekunden später in einem Park in der Nähe des Stadions von der Polizei gestellt und sich dabei in die Luft gesprengt haben.

Laut Soylu wurden dabei 29 Menschen getötet, davon 2 Zivilisten. 166 Verletzte seien in umliegende Krankenhäuser verlegt worden. Soylu erklärte, dass die Verletzungen bei 17 Beamten schwerwiegend seien und zur Zeit operiert würden, 9 Beamte liegen demnach in der Intensivstation. Nach den ersten Ermittlungsergebnissen sind laut Soylu 10 Personen bei polizeilichen Razzien in Istanbul festgenommen worden.

Der Fußballverein Besiktas Istanbul teilte über das soziale Netzwerk Twitter mit, dass die Bombenexplosion vor der Vodafone-Arena im Zentrum von Istanbul mindestens zwei Mitgliedern das Leben kostete. Zum einem handelt es sich dabei um den Kongressmitglied Vefa Karakurdu sowie einen Mitarbeiter der Jugendabteilung des Vereins. 

Der Erstligist verurteilte den Doppelanschlag in Istanbul aufs Schärfste und erklärte dem türkischen Volk sein Beileid.

In TV-Nachrichtensendungen erklärten mehrere Terrorismus-Experten, dass die Türkei noch immer nicht genug gegen den Terrorismus sowie die Abwehr unternehme. Die nachrichtendienstlichen Bestrebungen würden bei weitem nicht ausreichen, erklärte unter anderem Cetin Ercetin in CNN-Türk. Auch andere Experten fordern die Regierung auf, ihre Terrorabwehr nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland zu verstärken. Der Terror dürfe erst gar nicht ins Land getragen werden, so das Resümee. So erklärte Prof. Sen vom Terrorismus-Institut in Ankara, die Türkei müsse jetzt verstehen, dass die Terrorabwehr nicht nach der Tat Sinn mache, sondern bereits in seiner Planung erfolgen müsse. Sen zufolge müsse die Terrorabwehr vorbeugend und damit auch im Ausland forciert werden.

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