EM 2024 - Wer gut schmiert dessen Ball gut rollt

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EM 2024 - Wer gut schmiert dessen Ball gut rollt

27. September 2018 - 22:36
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Selbstverständlich hat die EM 2014-Vergabe an Deutschland mit der prekären Menschenrechtslage in der Türkei zu tun, die zum vierten Mal gescheitert ist. Deutschland mit prekärem Rassismus darf die EM nach 2006 erneut austragen. Das braucht sie auch, um von den Problemen abzulenken, die bis dahin noch auf uns rollen.

EM 2024 - Wer gut schmiert dessen Ball gut rollt

Kommentar - Selbstverständlich hat die EM 2024-Vergabe des UEFA-Exekutivkomitees an Deutschland mit der prekären Menschenrechtslage in der Türkei zu tun, die auch beim vierten Anlauf gescheitert ist. Deutschland mit prekärem Rassismus und Antisemitismus darf die EM nach WM 2006 erneut austragen, weil die türkische Menschenrechtslage schwerer wiegt. Deutschland braucht daher die EM auch dringender als die Türkei, um die heile Welt vorzugaukeln.

Natürlich hat die EM 2024-Vergabe an Deutschland etwas mit der Währungskrise in der Türkei zu tun. Durch die massive Abwertung der türkischen Lira waren die Bestechungsgelder an die UEFA-Exekutive in Euro umgerechnet einfach zu teuer für den türkischen Fußballverband TFF. Die Türken hatten nicht einmal im Ansatz ein Hauch einer Chance, weil der DFB Bestechungsheimvorteil hatte.

Sicherlich hatte die Entscheidung der UEFA auch mit dem Staatsbesuch Erdogans etwas zu tun. Wenn man schon nicht politisch ein deutliches Signal gegen Erdogan setzen kann, dann doch über den Sport. Da trifft man alle fußballbegeisterten Türken auf einmal und Erdogan hat ein Problem mehr.

Auf alle Fälle musste die UEFA auch ein Zeichen setzen, um ihrer gemeinschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Europa muss im engeren Sinne geschlossen bleiben, also ein Club, und dieser Club muss ethische wie moralische Maßstäbe umsetzen. Zum Glück formulierten zuvor Fachleute der deutschen Ethik- und Moralkommission unter der Leitung von Uli Hoeneß und Cem Özdemir die ethischen und moralischen Grundsätze.

Und ganz sicher hatte die Entscheidung der UEFA, die Austragung der EM an Deutschland zu vergeben, nichts mit Gewinnmaximierung zu tun. Es ist rein zufällig so, dass die deutschen Stadien rund 300.000 Plätze mehr haben als türkische Stadien. Die UEFA muss ja auch 300.000 Tickets mehr drucken, so viel Zellulose, wie im Hambacher Forst vorhanden ist. Es ist auch rein zufällig, dass RWE zuvor die Kettensägen angeschmissen hat und NRW dabei den Bulldozer spielte. Apropos NRW; bei der bevorstehenden EM 2024 werden in vier Stadien in NRW die Fußballspiele ausgetragen.

Aber selbstverständlich gönnen wir Türken den Deutschen die Austragung der EM 2024. Für sie ist es ein Heimspiel, wie auch für uns. Während jedes andere Land der Welt nach der Bekanntgabe im Taumel wäre, kommt hier wieder die deutsche Bedenkenträgermentalität zum Vorschein. Vor der WM 2006 lag die Nationalmannschaft auch am Boden, jetzt nach dem Eindreschen auf Mesut Özil und den unsäglichen Debatten, ist sie nach dem Scheitern bei der WM 2018 erneut am Boden. Also habt Spaß und freut euch, dass die deutsche Elf wieder aufersteht.

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