US-Regierung betrachtet russische Gas-Pipelines kritisch

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

US-Regierung betrachtet russische Gas-Pipelines kritisch

01. Dezember 2017 - 01:08
Kategorie:
0 Kommentare

Die Vereinigten Staaten haben sich am Mittwoch gegen Gaspipeline-Projekte wie Nord Stream II und Turkish Stream mit Deutschland und der Türkei ausgesprochen.

US-Regierung betrachtet russische Gas-Pipelines kritisch

Washington / NEX / TP - Die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch Einwände gegen Ankaras Gaspipeline-Projekt Turkish Stream mit Russland eingebracht. Ihrer Ansicht nach gehe es um strategische Ziel Russlands.

Laut Reuters erklärte John McCarrick, stellvertretender Leiter des Büro für Energieressourcen, dass die USA mehrere von Russland geplante Turkish Stream-Projekte zur Gaslieferung an die Türkei ablehnen. Mit Turkish Stream soll eine Gaspipeline auf dem Grund des Schwarzen Meeres in den europäischen Teil der Türkei und weiter an die Grenze zu Griechenland verlegt werden. Derzeit ist das Projekt weit fortgeschritten und befindet sich bereits auf dem Weg an die türkische Schwarzmeerküste.

Der Offshore-Abschnitt der Pipeline wird voraussichtlich etwa 910 Kilometer lang sein, und das Überlandsegment in der Türkei über 180 Kilometer lang erstrecken.

McCarrick ging laut Reuters auch auf das ebenfalls russische Projekt Nord Stream II-Gaspipeline ein, mit dem neben Nordstream ein weiteres russisches Erdgas nach Deutschland transportiert werden soll: Hier erwarte Washington, dass die Pipeline  nicht gebaut werde. Sollte der Deal mit Gazprom mit europäischen Geldgebern zustande kommen, müssten die USA dessen “Konturen” untersuchen, um dann zu entscheiden, ob europäische Unternehmen mit US-Sanktionen rechnen müssten.

Die Nord Stream II sei “ein politisches Projekt der russischen Regierung, das die bestehenden Lieferungen durch die Ukraine nach Europa umleiten und die Ukraine der Transitzahlungen berauben” soll.

“Die Ukraine als Transit-Land beim Gasexport zu umgehen, hat keine ökonomischen Gründe. Es geht dabei nur um das strategische Ziel von Herrn Putin, den Weg für eine umfassende Militäroperation gegen die Ukraine frei zu machen”, so Andriy Kobolyev, Vorstandsvorsitzende des ukrainischen Gaskonzerns Naftogaz, gegenüber Deutschlandfunk.

weitere Informationen zum Artikel