Türkei: Olivenöl als Pfand wieder im Kommen

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Türkei: Olivenöl als Pfand wieder im Kommen

02. Dezember 2016 - 21:07
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Das flüssige Gold ist nachwievor trotz der Fluktuationen wertbeständig. Im Osmanischen Reich diente es als Pfand, teilweise hatten Olivenhainbesitzer sogar eigene Münzprägungen bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Geht es nach dem Willen der türkischen Regierung, wird das Gold der Bauern wieder als Pfand dienen können.

Türkei: Olivenöl als Pfand wieder im kommen

Ankara / TP - Der türkische Minister für Nahrung, Landwirtschaft und Nutztierhaltung, Faruk Celik, will das Gold der Bauern in der Türkei wieder als Kreditsicherung einführen. Das erklärte der Minister während einer Konferenz in der Ägäisregion.

Das flüssige Gold, das Olivenöl, soll nach dem Willen des Ministers als Grundsicherung von Krediten dienen, die Olivenhainbesitzer oder Olivenöl-Produzenten als Pfand andienen. Dazu sollen unter dem Dach der "Turkish Grain Board“ (TMO) landesweit mehrere Olivenöldepots gebaut und verwaltet werden. Im Gegenzug können Olivenöl-Besitzer Kredite bei Banken beantragen, Banken widerum ihre vergebenen Kredite bei der TMO sichern.

Sinn und Zweck dieser Maßnahmen ist aber laut Konferenzteilnehmern auch, dass die Olivenöl-Einkäufer sich direkt an die TMO wenden können, um ihren Bedarf an Olivenöl einzudecken. Das führe nach einhelliger Meinung auch dazu, dass die schwankenden Olivenöl-Preise sich stabilisieren, die Bauern davon profitieren, in dem sie die Lager der TMO nutzen.

In der Vergangenheit wurde Olivenöl als Zahlungsmittel oder als Pfand für Kredite angenommen. Bis ins 20. Jahrhundert hinein konnten Bauern das flüssige Gold so verwerten. Teilweise hatten größere Olivenhain-Besitzer sogar eigene Münzprägungen, mit denen sie das Olivenöl an Kreditgeber verpfändeten oder im Gegenzug Sachleistungen bezahlten. 

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