Serbien und Türkei eröffnen neues Kapitel

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Serbien und Türkei eröffnen neues Kapitel

10. Oktober 2017 - 23:25
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Ein neues Kapitel in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und der Türkei sei eröffnet, erklärte der serbische Wirtschaftsverband nach dem ersten Besuchstag des türkischen Staatspräsidenten und hofft nun auf verstärkte Investitionen aus der Türkei.

Ein neues Kapitel in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und der Türkei sei eröffnet, erklärt der serbische Wirtschaftsverband nach dem ersten Besuchstag des türkischen Staatspräsidenten und hofft auf verstärkte Investitionen aus der Türkei.

Belgrad / TP - Große Hoffnungen setzt die serbische Regierung sowie die serbische Wirtschaft nach dem ersten Besuchstag des türkischen Staatspräsidenten Erdogan auf die recht junge bilaterale Beziehung. In Belgrad kamen am Dienstag Erdogan und sein Amtskollege Aleksandar Vučić zusammen, um über die bilateralen Beziehungen zu sprechen. In Gefolgschaft des türkischen Staatspräsidenten: eine Wirtschaftsdelegation, die Investionen tätigen und Serbien dabei unterstützen will, Wirtschaftsreformen durchzusetzen, Arbeitsplätze zu schaffen.

Präsident Vučić erklärte zu Beginn eines Wirtschaftsforums, dass die Türkei in Serbien bereits mit der staatseigenen Halkbank tätig sei und auf diesem Gebiete in das Land investiere. Man hoffe, so betonte Vučić, auch in der Infrastruktur des Landes und zukünftig auch in anderen Gebieten die Zusammenarbeit zu intensivieren. Die aufrichtige Freundschaft und der Wunsch mit Serbien zusammenarbeiten zu wollen, werde Serbien dankbar aufnehmen, erklärte Vučić weiter.

Der türkische Staatspräsident Erdogan erklärte in seiner Auftaktrede, dass die bilateralen Beziehungen produktiv seien und Serbien die anvisierten Wirtschaftsreformen sehr gut umgesetzt habe, die die Türkei unterstütze. "Die türkische Wirtschaft interessiert sich zunehmend für Serbien. Hochqualifizierte Arbeitskräfte sind sehr gefragt für Neuinvestitionen und Realisierung von Projekten und die kann Serbien vorweisen. Mit dieser Gelegenheit möchte ich dem Präsidenten dafür danken, dass er die Unternehmer aus der Türkei unterstützt und ermutigt hat, in Serbien Fuß zu fassen", sagte Erdogan.

Hoffnung liegt nun auf der 185-köpfigen türkischen Wirtschaftsdelegation, die zusammen mit der serbischen Delegation und Größen in der Wirtschaft erste Kontakte knüpfen oder anvisierte Projekte besprechen werden. Begleitet werden die Sondierungsgespräche auch mit den Ministern die mitgereist sind. In Aussicht stehen bereits der Bau von zwei Fabriken in Serbien mit tausenden von Arbeitsplätzen sowie das geplante Turkish-Stream-Projekt, die den Balkan mit Erdgas aus Südrussland versorgen soll. 

Bislang sollen rund 230 neue Unternehmen gegründet worden sein, die mehrheitlich mit türkischen Kapital gedeckt sind. Das Potential sei aber laut dem serbischen Wirtschaftsverband noch längst nicht ausgeschöpft. Derzeit liege das Handelsvolumen zwischen den beiden Staaten bei rund 850 Millionen US-Dollar.

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