Goldman Sachs: Türkische Wirtschaft kann 7 Prozent wachsen

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Goldman Sachs: Türkische Wirtschaft kann 7 Prozent wachsen

11. September 2017 - 22:24
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Nach Angaben des Statistischen Instituts in Ankara ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zum Vorjahresvergleich um reale 5,1 Prozent gestiegen. Die Investmenbank Goldman Sachs sieht sogar für das dritte Quartal einen Wachstum von 7 Prozent voraus. Zuvor hatten Ratingagenturen ihre Zahlen ebenfalls nach oben korrigiert.

Goldman Sachs: Türkische Wirtschaft kann 7 Prozent wachsen

New York / TP - Nach der Veröffentlichung der positiven Wirtschaftsdaten des Türkischen Statistischen Instituts in Ankara hat auch das Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Goldman Sachs zeitgleich am Montag ihre Prognose hochgestuft. Der in New York ansässige Finanzdienstleister hat aufgrund der Zahlen aus Ankara ihre Prognosen deutlich nach oben korrigiert und schätzt für das dritte Quartal des Jahres 2017 einen Wachstum von 7 Prozent voraus. Ihre Prognose für das gesamte Jahr bleibt dabei unverändert bei 5 Prozent.

Das Türkische Statistische Institut (TurkStat) hatte am Montag für das zweite Quartal zum Vorjahresvergleich einen realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 5,1 Prozent angegeben. Zugleich korrigierte das Institut ihre Zahlen für das erste Quartal auf 5,2 Prozent und damit um 0,2 Punkte höher als zuvor angegeben. Nach den starken Wachstumsprognosen veränderte auch das japanische Finanzunternehmen Nomura ihre Prognose zur Türkei für 2017 von 4,2 Prozent auf 5,5 Prozent. Das US-amerikanische Finanzdienstleistungsunternehmen Morgan Stanley hatte bereits ihre Prognose für die Wachstumsrate der Türkei für dieses Jahr von 3,33 auf 4,3 Prozent korrigiert. Eine weitere US-amerikanische Bank, die JP Morgan, überarbeitete ebenfalls ihre Wachstumsschätzung für 2017 von 4,6 Prozent nauf 5,3 Prozent.

Das Wirtschaftswachstum hat internationalen Pressemeldungen zufolge ein Niveau erreicht, in der die Türkei nur von China und Indien unter den G-20 Ländern übertroffen wird. Das starke Wachstums ist nach Angaben des Garantie-Bank Ökonomin Asuman Kemiksiz auf die Wiederbelebung der Konsumausgaben, des Anstiegs der Exporte und des Baubooms zurückzuführen. Staatliche Investionsprogramme sowie öffentlich-private Großprojekte würden das Wachstum ebenfalls befeuern. 

Die Türkei hatte bereits vor der Weltwirtschaftskrise von 2007 ihre Hausaufgaben gemacht und sich so zu einem dynamischen Land entwickelt, die schneller auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren kann. Ebenfalls spielt auch das niedrige Durchschnittsalter dazu bei. In der Türkei beträgt das Durchschnittsalter 29,9 Jahre, während sie in Deutschland bei 44,2 Jahren liegt. In der EU liegt sie im Durchschnitt bei 42,6 Jahren.

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